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12. November 2017 Zurück

Angebote für Studienaussteiger schaffen

Das Bild zeigt Julian Pflichtenhöfer und Viktoria Berntzen. Beide sitzen am Tisch und machen sich Notizen. Vor ihnen steht ein Namensschild.

Julian Pflichtenhöfer und Viktoria Berntzen hatten zu der Veranstaltung eingeladen. Foto: Heinze

Laut einer aktuellen Studie des deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) brechen knapp 30 Prozent aller Studierenden in Deutschland ihr Studium ab. „Rechnet man diese Zahl auf den Kreis Unna herunter, können wir von 1.500 Studienaussteigern ausgehen, die keine Anschlussperspektive haben. Diese Gruppe bietet ein enormes Potential für den regionalen Arbeitsmarkt", sagt Viktoria Berntzen von der bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) angesiedelten Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Julian Pflichtenhöfer, der sich bei der WFG im Rahmen des Projektes „Wissen schafft Erfolg" um die Bindung qualifizierter Nachwuchskräfte an die Region Kreis Unna/Hamm kümmert, hatte sie Arbeits- und Ausbildungsmarktakteure sowie Unternehmensvertreter jetzt zu einer Infoveranstaltung eingeladen.


Die Teilnehmenden diskutierten, wie sie die Zielgruppe besser erreichen und ansprechen können, um sie als Fachkräfte für den Arbeitsmarkt vor Ort zu gewinnen. Die Vertreter der Kammern, der umliegenden Hochschulen und der Agentur für Arbeit Hamm, die auch für den Kreis Unna zuständig ist, berichteten von Maßnahmen, die sie bereits umsetzen oder planen, um Studienaussteiger für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.  


Dr. Anna Moros von der matrix GmbH aus Düsseldorf, die im Rahmen des Projekts „Next Career - Studienaussteiger NRW" des Kultur- und Wissenschaftsministeriums NRW dieses Thema betreut, verdeutlichte in ihrem Vortrag, dass nur rund zehn Prozent der Studienabbrecher Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. Auch wenn die übrigen 90 Prozent ihre berufliche Zukunft selbst organisieren, führen Orientierungslosigkeit, Angst, erneut zu scheitern, persönliche Verunsicherung und finanzielle Sorgen laut Angaben der Expertin oftmals dazu, dass sie sich ihrer Perspektiven und Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht bewusst sind. Das verleitet sie dazu, Tätigkeiten anzunehmen, die nicht ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Interessen entsprechen. An dieser Stelle müsste, da waren sich alle Teilnehmenden einig, eine individuelle Beratung ansetzen, um Studienabbrechern eine qualifizierte Entscheidung über ihre berufliche Zukunft zu ermöglichen.

Durch eine bessere Vernetzung untereinander wollen die Ausbildungs- und Arbeitsmarktakteure gemeinsam mit Unternehmen vor Ort bedarfsgerechte Angebote für die Studienaussteiger schaffen. „Der Workshop diente in erster Linie dazu, alle Beteiligten mit ihren Aktivitäten an einen Tisch zu bringen. Die nächsten Schritte beinhalten nun, weiter für die Thematik zu sensibilisieren und gemeinsam weitere Angebote zur Beratung und beruflichen Vermittlung von potentiellen Studienabbrechern zu erarbeiten", so Julian Pflichtenhöfer abschließend.

 

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW:

 

 

 

 

 

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