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18. Januar 2017 Zurück

Arbeitsmarkt trotz Zuwanderung stabil

Die Agentur für Arbeit Hamm, die auch für den Kreis Unna zuständig ist, verzeichnet in ihrer Jahresbilanz eine sinkende Arbeitslosigkeit, eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften und einen kontinuierlichen Anstieg der Beschäftigung und dies trotz steigender Zuwanderung.

Laut Angaben der Agentur für Arbeit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um drei Prozent auf 122.541 gestiegen (Stichtag 30.06.2016). Wie aus dem aktuellen Bericht hervorgeht, stiegen  auch die Vollzeitbeschäftigung (+ 2,5 Prozent) und die Teilzeitbeschäftigung (+ 4,5 Prozent). Insgesamt betrachtet liege das Beschäftigungswachstum im Kreis Unna über dem NRW-Schnitt, teilt die Agentur mit.
Auch bei der Zahl der Arbeitslosen ist ein Rückgang zu verzeichnen: Im Kreis Unna waren 17.557 Menschen arbeitslos. Das ist ein Rückgang von 831. Trotz Zuwanderungsdruck sei dies eine Senkung von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei besonders erfreulich, da die Zahl der Menschen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern unter den Arbeitslosen insgesamt von 1,6 Prozent im Vorjahr auf 3,8 Prozent angestiegen sei. So sei es unter anderem durch den Einsatz unterschiedlichster arbeitsmarktpolitischer Instrumente gelungen, den Zuwanderungsdruck abzufedern.
Im Kreis Unna zeige sich zudem ein deutlicher Anstieg bei der Nachfrage nach Hilfskräften. Die Nachfrage nach Fachkräften ist nach Angaben der Agentur im Kreis Unna ebenfalls gestiegen. Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, sieht als weitere Herausforderung die Passung von Arbeitsangebot und Arbeitskräftenachfrage an: „Vor dem Hintergrund der Arbeitskräftenachfrage müssen wir uns der Matchingproblematik zwischen dem Angebot an Arbeitskräften und der Nachfrage der Arbeitgeber stellen. Unsere Herausforderung liegt in der Auflösung dieses Mismatchs durch Qualifizierung einerseits, aber auch in der Alternativ- oder Substitutionsberatung der Arbeitgeber. Ziel muss es sein, Wege zum passenden Mitarbeiter zu finden. Der wichtigste Baustein auf dem Weg in Arbeit ist die Qualifikation, zum Beispiel über eine begleitende schrittweise Qualifizierung zur Fachkraft in einem geförderten Arbeitsverhältnis.“
Sebastian Unkhoff, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit ergänzt: „Dieses Angebot der Qualifizierung besteht für geringqualifizierte wie auch für geflüchtete Menschen, die ihre ersten Integrationsschritte erfolgreich absolviert haben. Gerade die Integration geflüchteter Menschen kann nur gelingen, wenn sie von Anfang an nah am Arbeitsmarkt sind. Hier benötigen wir die Bereitschaft der Betriebe, Arbeitsplätze mit Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.“
Ein gelungenes Beispiel ist die Firma Thermo Sensor aus Bönen, die Produkte für alle Bereiche der Temperatur-, Mess- und Regeltechnik herstellt. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung ist auch der Personalbedarf bei diesem Unternehmen gestiegen. Bereits 2016 stellte Thermo Sensor drei geflüchtete Menschen aus Nigeria, Irak und Syrien ein. Dabei sind die Sprachkenntnisse der drei Personen noch nicht perfekt. „Teilweise ist die Verständigung noch eine gewisse Herausforderung. Aber unsere neuen Mitarbeiter arbeiten gut und zuverlässig und haben sich gut in unser Unternehmen integriert“, berichtete Birthe Dobslaff, Prokuristen von Thermo Sensor abschließend.

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Ute Heinze

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