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13. November 2017 Zurück

Ausbildungsmarkt im Kreis: Probleme bleiben

Das Foto zeigt die beiden Azubis Philipp Neuhaus und Lukas Sanal (Mitte, v.l.), die derzeit beim Kreis Unna eine Ausbildung zum Straßenwärter absolvieren, inmitten von (v.l.) Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep, Landrat Michael Makiolla, Arbeitsagenturchef Thomas Helm, Michael Ifland von der IHK, Dr. Michael Dannebom  von der WFG, Volker Stein von der Kreishandwerkerschaft und Olesja Mouelhi-Ort von der Handwerkskammer. Foto: Agentur für Arbeit Hamm.

Zogen im Rahmen eines Pressegespräches Bilanz: Die Ausbildungsmarktpartner. Foto: Agentur für Arbeit.

Die Zahl der Ausbildungsstellen ist gesunken, die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz auch – Problem: Angebot und Nachfrage passen nicht zusammen. Deshalb wollen sich die Verantwortlichen noch mehr anstrengen, um die Zahl der Ausbildungsangebote zu erhöhen.

Bei der Vorstellung der Bilanz für 2016/2017 machten Vertreter der Kammern, der Kreishandwerkerschaft, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter sowie der Wirtschaftsförderung deutlich, dass die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nicht kleiner geworden ist.

„Die Diskrepanzen auf einem unausgeglichenen Ausbildungsmarkt sind weiter vorhanden“, fasst Thomas Helm von der Agentur für Arbeit Hamm zusammen. Am Ende des Berichtsjahres gebe es genauso viele unversorgte Jugendliche wie vor zwölf Monaten, aber mehr als doppelt so viele unbesetzte Ausbildungsstellen. „Der Ausbildungsmarkt hat trotzdem weiterhin vor allem ein Versorgungsproblem“, macht auch Michael Makiolla, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Kreis Unna, deutlich.

Insgesamt meldeten die Betriebe und Ausbildungsträger im Kreis zwischen Oktober 2016 und September 2017 rund 1.980 Ausbildungsstellen. Das sind 1,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den betrieblichen Ausbildungsstellen war der Rückgang genauso: Mit gut 1.880 Stellen wurde ein Minus von 1,8 Prozent ermittelt.

Demgegenüber stehen mehr als 3.160 Bewerber, 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Ende des Berichtsjahres (30.09.17) waren noch etwas über 113 Ausbildungsstellen unbesetzt, genau eine weniger als vor einem Jahr. Dagegen waren knapp 130 Jugendliche unversorgt (+ 118,6 Prozent).

Parallel dazu sank die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe im Kreis auf jetzt 25,6 Prozent (2012 noch 27,2 Prozent) und die Ausbildungsquote, also der Anteil der Teilnehmer in Aus- und Weiterbildung an allen Beschäftigten, auf 5,9 Prozent (2012: 6,4 Prozent).

Vor dem Hintergrund der Ausbildungsplatzsituation scheint es unerlässlich, das gesamte Potenzial an jungen Menschen zu betrachten und auch vermeintlich Schwächeren eine Chance zu geben. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter bieten dabei Unterstützung an. Bei Anlaufschwierigkeiten oder wenn Zweifel bestehen, ob ein Bewerber die Berufsschule schafft, kann zum Beispiel mit ausbildungsbegleitenden Hilfen („abH“) und der assistierten Ausbildung eine begleitende Unterstützung angeboten werden.

Den Jugendlichen empfehlen die Ausbildungsmarktpartner eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Interessen. Die Schule unterstützt dies durch eine intensive Berufsorientierung ab Klasse 8. Im Angebot sind immerhin rund 330 Ausbildungsberufe.


Die Fakten für den Kreis Unna finden Sie hier.

Text: Pressestelle des Kreises Unna

 

 

 

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