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11. Juni 2018 Zurück

Führungsaufgabe Beruf und Angehörigenpflege

Referentin Regina Held (l), Matthias Müller und Anke Jauer (2.v.l.) von Competentia und Gasgeberin Heidi Eiberger von der Bären Apotheke hießen die Teilnehmenden willkommen. Foto: Beate Fleck

Erfolgreicher Auftakt der Unternehmenstage im Kreis Unna: Zehn Teilnehmerinnen waren in der vergangenen Woche der Einladung des Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) zum ersten Workshop in die Selmer Bären-Apotheke gefolgt.
Referentin Regina Held vom Verbund für Unternehmen & Familie e. V. zeigte in ihrem Workshop, dass es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zunehmend um die Pflege und Versorgung von Angehörigen geht und was Unternehmen tun können, um ihre Beschäftigten in dieser Phase zu unterstützen.

„Die Tatsache, dass pflegende Angehörige auch berufstätig sind, war lange Zeit einfach nicht präsent“, betont Regina Held, die sich seit vielen Jahren für Lösungen rund um Berufstätigkeit und Pflege einsetzt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: Eigene Betroffenheit, wenn Vater oder Mutter von heute auf morgen zum Pflegefall werden. Unternehmen, in denen die Belegschaft immer älter wird. Und Personaler, die plötzlich mit der Frage konfrontiert werden, was sie tun können, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter plötzlich Mutter oder Vater pflegen muss?
Eines wurde deutlich: Der Unterstützungsbedarf ist groß. Denn die Pflege belastet die Beschäftigten nicht zur zeitlich. Auch emotional, sozial, körperlich und oft auch finanziell geht es bei den Pflegenden ans Eingemachte. Rund sieben Millionen Pflege- und Hilfebedürftige gibt es in Deutschland. Die meisten leben zu Hause und werden ganz oder teilweise von Familienangehörigen betreut. Die Politik hat reagiert. Bereits 2008 gab es das erste Pflegezeitgesetz.

Bei dem Workshop gingen die Teilnehmenden der Frage nach, wie sie es ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich machen können, Pflege und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Die Referentin wies auch auf konkrete Hilfestellung für Unternehmen hin. So bildet der Verbund für Unternehmen & Familie e. V. seit einiger Zeit Führungskräfte und Personalverantwortliche aus, damit sich Mitarbeitende bei allen Themen zur Pflege von Angehörigen an diese wenden können.

Anke Jauer vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des ersten Workshops: „Alle die schon mal einen Angehörigen gepflegt haben, wissen wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist. Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen begreifen, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in dieser Phase unterstützen können.“
Im Rahmen der „Unternehmenstage 2018“ zeigt Competentia bei insgesamt neun Veranstaltungen innovative Wege zur Rekrutierung weiblicher Fachkräfte für kleine und mittlere Unternehmen. Dazu stellen Unternehmen und Institutionen aus der Region ihre Räume zur Verfügung. Gastgeberin des ersten Workshops im Rahmen der Unternehmenstag war Heidi Eiberger, die vor 25 Jahren ihre erste Bären-Apotheke in Selm gründete.



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Ute Heinze

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