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02. Dezember 2016 Zurück

Initiative zur Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit

Zwischenbilanz der Initiative zur Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit: Auf Haus Opherdicke stellten Landrat Michael Makiolla und alle Arbeitsmarktakteure im Kreis Zahlen und Aktivitäten vor. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Mit einem erfolgreichen Start ins Arbeitsleben legen junge Menschen das Fundament  für ihre berufliche und private Zukunft. Damit das gelingt, üben alle Arbeitsmarktakteure im Kreis Unna den Schulterschluss – und treffen dabei derzeit auf neue Herausforderungen.

Bei einer Zwischenbilanz der regionalen Akteure, die sich 2014 die Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Unna und in jeder einzelnen Stadt und Gemeinde bis 2020 zum Ziel gesetzt hatten, wurde eines deutlich: Trotz aller Bemühungen stagniert die Zahl der jungen Arbeitslosen im Kreis Unna bei einer Quote von 6,3 Prozent im Jahresdurchschnitt. Das sind 1.345 unter 25-Jährige, die keine Beschäftigung haben.

Dass diese Zahl fast exakt mit dem Jahresmittel von 2015 übereinstimmt – damals waren im Schnitt 1.344 junge Menschen arbeitslos gemeldet – hängt mit veränderten Rahmenbedingungen zusammen. So sind inzwischen zahlreiche zugewanderte Menschen als Flüchtlinge anerkannt und damit auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Knapp 200 der aktuell arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge sind zwischen 15 und 25 Jahre alt.

Ziel auch unter neuen Bedingungen erreichbar

„Das ist natürlich eine Herausforderung. Aber ich bin sicher, dass wir unser gestecktes Ziel im Jahr 2020 auch unter diesen neuen Bedingungen erreichen können“, unterstrich Landrat Michael Makiolla bei dem Treffen auf Haus Opherdicke. „Wir sind weiter auf Kurs, werden aber an der einen oder anderen Stelle etwas nachjustieren müssen.“

Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, nannte das mit Blick auf junge Flüchtlinge gesteckte Ziel: „Wenn die Jugendlichen gut genug Deutsch sprechen können, müssen sie eine Berufsausbildung beginnen. Wir wollen nicht, dass sie lebenslange Hilfsarbeiter werden.“

Kurze Wege zu Ansprechpartnern
Welche weiteren Aktivitäten und Projekte nicht nur junge Flüchtlinge in den Beruf führen können, sondern alle Jugendlichen mit Schwierigkeiten beim Start ins Arbeitsleben, darüber tauschten sich die Teilnehmer des Treffens intensiv aus. Bausteine sind unter anderem die funktionierenden Jugendberufsagenturen, die Netzwerke mit kurzen Wegen zu den jeweils richtigen Ansprechpartnern schaffen.

„Außerdem müssen wir noch näher ran an die Jugendlichen, um auch auf ihre individuelle familiäre Situation, auf eventuelle psychische Probleme oder Schuldenprobleme eingehen zu können. Dann können wir noch besser unterstützen, beraten und aktivieren“, sagte Martin Wiggermann als Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Unna. 

Text: Birgit Kalle (Kreis Unna)

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Ute Heinze

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