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15. November 2017 Zurück

IWP 2017: Drei ausgezeichnete Betriebe

Die Werner Kocher GmbH & Co. KG aus Dortmund ist mit dem Interkulturellen Wirtschaftspreis 2017 ausgezeichnet worden.

Das Team der Firma K. Bellwon Elektrotechnik GmbH aus Lünen erhielt einen Anerkennungspreis.

Das Engagement des Heizungs- und Sanitärbetrieb Frank Schabbehardt aus Kamen wurde zudem gewürdigt. Fotos: Fotos: Jens Nieth

Die Werner Kocher GmbH & Co. KG aus Dortmund ist am gestrigen Dienstag mit dem Interkulturellen Wirtschaftspreis 2017 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis prämiert das Multikulturelle Forum gemeinsam mit weiteren Partnern, wie der Wirtschaftsförderung für den Kreis Unna (WFG), seit zwölf Jahren in Folge kleine und mittelständische Unternehmen aus dem westfälischen Ruhrgebiet, die kulturelle Vielfalt als festen Bestandteil in der Personalpolitik verankern.

Laudator Pascal Ledune, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, zitierte aus der Jurybegründung: Das Unternehmen Kocher Elektrotechnik berichte immer wieder öffentlich über seine positiven Erfahrungen mit seiner vielfaltsorientierten Personalpolitik und mit Geflüchteten als Auszubildende und ermutige andere Unternehmen, auch diesen Weg einzuschlagen. „Kocher Elektrotechnik hat es auf vorbildliche Art verstanden, Wertschätzung für die kulturelle Vielfalt im Unternehmen zu zeigen und diese jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedem einzelnen Mitarbeiter entgegenzubringen“, so Ledune in seiner Ansprache. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Multikulturellen Forums, Kenan Küçük, zeichnete er Thomas Kocher, Geschäftsführer der Werner Kocher GmbH & Co KG, mit dem Preis im Rahmen des Festaktes im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund aus.

Neben dem mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis an die Dortmunder Experten für elektrotechnische Anlagen verlieh die Jury des Interkulturellen Wirtschaftspreises zwei Betrieben aus dem Kreis Unna Urkunden der besonderen Anerkennung für ihr Engagement zur Förderung von Vielfalt im eigenen Unternehmen. Die Firma K. Bellwon Elektrotechnik GmbH aus Lünen sei vorbildlich mit Schulen und Trägern der sozialen Arbeit vernetzt und biete Geflüchteten Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen an.

Der Heizungs- und Sanitärbetrieb Frank Schabbehardt aus Kamen stelle nicht nur selbst Geflüchtete ein, sondern habe zwei weitere in andere Unternehmen in Ausbildung gebracht und sei ehrenamtlich im Flüchtlingshelferkreis engagiert, so die Jurybegründung.

Gastredner des Abends war Jürgen Billerbeck, Geschäftsbereichsleiter Human Resources bei der REWE Dortmund, der vom Engagement der Preisträger beeindruckt war: „Ich weiß nicht, ob wir den Preis gewonnen hätten.“ Kulturelle Vielfalt sei für die REWE Dortmund mit 63 vertretenen Nationalitäten und geschätzten 30 Prozent Personal mit Migrationshintergrund sowie einer vielfältigen Kundschaft Normalität und Notwendigkeit zugleich. „Im kommenden Jahr ist vielleicht der eine oder andere REWE-Markt unter den Bewerbern“, kündigte er an und sprach sich für weniger bürokratische Hürden bei der Beschäftigung von Flüchtlingen aus.

Der Interkulturelle Wirtschaftspreis wird von einer Partnerschaft regionaler Akteure getragen: Neben dem Multikulturellen Forum sind es die IHK zu Dortmund, die Handwerkskammer Dortmund, die Wirtschaftsförderung Kreis Unna, die Wirtschaftsförderung Hamm, die Stadt Dortmund und der Verein Selbständiger Migranten.

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Ute Heinze

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