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02. Juli 2017 Zurück

Kreis Unna: Weniger Arbeitslose im Juni

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Juni um 80 Personen (-0,5 Prozent) auf 16.757. Im Vergleich zu Juni 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 566 Personen (-3,3 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 8,0 Prozent. Das teilt die Agentur für Arbeit Hamm, die auch für den Kreis Unna zuständig ist, jetzt mit.

„Im Juni konnte die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna insgesamt weiter abgebaut werden, wenn sich die Entwicklung auch verlangsamt hat“, wird Arbeitsagenturchef Thomas Helm in der Mitteilung zitiert. Dass junge Menschen unter 25 im vergangenen Monat nicht von der positiven Grundstimmung auf dem Arbeitsmarkt profitieren konnten, begründet der Arbeitsmarktexperte vor allem damit, dass im Juni klassischerweise Schullaufbahnen beendet werden, die oft in vorübergehende Arbeitslosigkeit münden. Diese sei aber, so Helm, meist nur von kurzer Dauer. Insgesamt verweist der Agenturchef auf die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt: „Allein im Vergleich zum Vorjahr sind im Kreis Unna fast 2.100 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und die anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften lässt darauf schließen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.“
Für Juli und August erwartet die Arbeitsagentur zunächst steigende Arbeitslosenzahlen, die aber rein saisonal bedingt seien, heißt es weiter.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Im Kreis Unna leben nach Angaben der Agentur für Arbeit derzeit 1.331 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 54 (4,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 58 Jugendliche (+4,6 Prozent) angestiegen.

Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juni wurden 3.426 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 27 Personen (-0,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 108 ältere Arbeitslose (+3,1 Prozent) mehr.

Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut deutlich. Die Zahl hat sich um 116 Personen (-1,7 Prozent) auf 6.886 reduziert. Im Vorjahresvergleich sind das 856 Personen (-11,1 Prozent) weniger. Bei der Agentur für Arbeit waren 4.505 Arbeitslose gemeldet, 55 Personen (+1,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sind es 598 Personen (+15,3 Prozent) mehr.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit ging nahezu in jeder Kommune im Kreis Unna zurück. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete die Stadt Selm (-3,7 Prozent bzw. 32 auf 844). Danach folgen Werne (-2,3 Prozent bzw. 24 auf 1.027), Schwerte (-2,1 Prozent bzw. 32 auf 1.457), Bönen (-1,6 Prozent bzw. 11 auf 663), Holzwickede (-1,0 Prozent bzw. fünf auf 516), Bergkamen (-0,6 Prozent bzw. 17 auf 2.641), und Lünen (-0,2 Prozent bzw. 10 auf 4.936). In Fröndenberg ergab sich im Vergleich zum Vormonat keine Veränderung, so dass dort nach wie vor 645 Menschen arbeitslos gemeldet sind. In der Stadt Unna stieg die Arbeitslosigkeit an (+1,2 Prozent oder 24 Personen auf 2.051), ebenso wie in Kamen (+1,4 Prozent oder 27 auf 1.977).

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