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15. September 2014 Zurück

Neue Förderphase des Europäischen Regionalfonds startet

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk teilt mit:

Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat vor rund 500 Interessierten aus Wirtschaft, Forschung, Hochschulen und Kommunen den Startschuss für die neue Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gegeben. Im Zeitraum bis 2020 stehen Nordrhein-Westfalen rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Land, Kommunen, Hochschulen und Unternehmen finanzieren noch einmal genauso viel, so dass insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro investiert werden können. „Das EFRE-Programm ist das mit Abstand größte Programm zur Förderung von Wirtschaft und Innovationen in NRW. Wir wollen es nutzen, um Neues, Kreatives, Innovatives und Nachhaltiges voranzubringen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind aufgerufen, sich mit ihren Ideen zu beteiligen“, sagte Minister Duin.

Schwerpunkte des Programms sind die Unterstützung von Innovationen insbesondere in den Leitmärkten, die Gründungs- und Mittelstandsförderung, Klimaschutz sowie soziale Vorbeugung und Armutsbekämpfung in Quartieren. Bei der Auswahl der Projekte setzt NRW auf Wettbewerbe und Projektaufrufe. „Unsere Erfahrungen aus der vergangenen Förderperiode zeigen: Wettbewerbe sind das beste Instrument, um die innovativsten Vorhaben zu entdecken“, sagte der Wirtschaftsminister.

Allein für die so genannten Leitmarktwettbewerbe sollen 320 Millionen Euro EU-Mittel eingesetzt werden. Als erstes wird im Oktober 2014 der Leitmarktwettbewerb „Medien und Kreativwirtschaft“ starten. Weitere Wettbewerbe sind im Bereich Klimaschutz und Energiewende vorgesehen, hinzu kommen Projektaufrufe etwa zur Stadtentwicklung, zum Tourismus, zur Fachkräftesicherung und zur Regionalentwicklung. Wo immer es machbar ist, sollen die Mittel des EFRE mit denen des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) kombiniert werden.

Duin bedauerte, dass in der neuen Förderperiode Tourismus- und Breitbandprojekte in Deutschland nur in einem sehr begrenzten Umfang förderfähig sind. „Um kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, können wir aus dem EFRE-Topf die Anbindung von Gewerbegebieten ans Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz fördern. Damit sind jedoch die von Brüssel vorgegebenen Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Gerade beim Zukunftsthema Breitband hätte ich mir mehr Spielräume durch die Europäische Kommission gewünscht“, so Duin.

Der Verwaltungsaufwand wird in der neuen Förderperiode deutlich verringert. So werden Abrechnungen mit Hilfe von Pauschalen vereinfacht, eine einheitliche Richtlinie macht die Förderbedingungen transparenter und deutlich weniger Stellen sind beteiligt. Die Durchführung der Wettbewerbe wird bei der LeitmarktAgentur.NRW im Forschungszentrum Jülich gebündelt. Darüber hinaus werden die fünf Bezirksregierungen und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz das Programm abwickeln.

„Mit weniger Schnittstellen, schnelleren Verfahren und besseren Informations- und Beratungsangeboten wollen wir es für kleine und mittlere Unternehmen einfacher machen, Anträge zu stellen“, sagte Duin.

Eine Übersicht der Wettbewerbe und ihrer Start-Termine finden Sie im Internet unter www.wirtschaft.nrw.de im Anhang an diese Pressemitteilung. Ausführliche Informationen zum ERFE-Programm in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter www.efre.nrw.de

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Ute Heinze

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