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13. September 2017 Zurück

Pluspunkt Familie: Kreisstadt Unna

Insgesamt 15 Unternehmen und eine Kommune haben sich für den Wettbewerb "Pluspunkt Familie -Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna" beim Bündnis für Familie Kreis Unna beworben. Die Interviewteams statteten den Teilnehmenden jetzt einen Besuch ab. So war ein Team bei der Kreisstadt Unna im Rathaus zu Gast, um sich vom Konzept der Stadtverwaltung zu überzeugen.

Die Stadtverwaltung der Kreisstadt Unna beteiligte sich bereits 2010 am "Pluspunkt Familie". Schon damals wurde für Auszubildende mit Familienverantwortung eine Teilzeitberufsausbildung angeboten und wird seitdem immer wieder genutzt. Mittlerweile gibt es mehrere Neuerungen in Sachen Familienfreundlichkeit. Ein strukturiertes Aus- und Wiedereinstiegsmanagement für Eltern wurde im Jahr 2011 eingeführt. So wird die Elternzeit vorbereitet, die Übergabe von Arbeitsaufgaben organisiert und während der Freistellung der Kontakt gehalten. Die Teilnahme an Fortbildungen ist für die Beschäftigten auch während der Elternzeit möglich, sodass die Mitarbeitenden auf dem Laufenden bleiben. Der Wiedereinstieg an den Arbeitsplatz wird für die Eltern mit einem Rückkehrgespräch vorbereitet. Die Entscheidung für eine zeitnahe Rückkehr an den Arbeitsplatz wird seit fast einem Jahr durch die Großtagespflege "Rathausstrolche" erleichtert, in der auch Kinder der Rathausbeschäftigten betreut werden.

"Als Kommunalverwaltung haben wir natürlich die Möglichkeit, alle unsere Dienstleistungen, die wir für Einwohnerinnen und Einwohner anbieten auch für unsere Beschäftigten zu nutzen, beispielsweise die Beratung im Familienbüro", erklärt Oliver Böer, Pressesprecher und Leiter des Bürgermeisterbüros. "Die Besonderheit ist, dass wir diese Angebote für unser Haus systematisch analysiert und dokumentiert haben, um sie gezielt für unsere Familienfreundlichkeit einzusetzen" ergänzt Gleichstellungsbeauftragte Josefa Redzepi.

Eine starke Zunahme erkennt Silke Bochynek, Teamleiterin im Bereich Personal, bei der Frage der Vereinbarkeit von Beruf und der Pflege von Angehörigen. In einem "Pflegekoffer" wurden daher Informationsmaterialien zusammengestellt, auf die bei Bedarf zugegriffen werden kann. Um den zunehmenden Beratungsbedarf abdecken zu können, wurde eine Mitarbeiterin geschult, die gemeinsam mit berufstätigen pflegenden Angehörigen Lösungen für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege findet. Beispielsweise kann die Arbeitszeit reduziert werden. Auch eine vorübergehende Freistellung ist hilfreich, um im plötzlich aufgetretenen Pflegefall die zukünftige Betreuung gut zu organisieren.



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Ute Heinze

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