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20. November 2017 Zurück

Schulen kooperieren im Bereich Robotik

Für das Bild haben sich die Schüler der Robotik-AG mit den Berufsschülern, Magnus Krämer (hintere Reihe, rechts) und Jochen Kanders sowie Anica Althoff (hintere Reihe, 3. v. l.) vom zdi-Netzwerk Perspektive Technik vor der Tafel aufgestellt. Die Grundschüler halten ihre Roboter in die Kamera.  Foto: WFG (Ute Heinze)

Seit beginn des Schuljahres kooperieren die beiden Schulen im Bereich Robotik. Foto: U. Heinze

Unter den prüfenden Blicken des achtjährigen Jonas entwirrt der Roboter den Zauberwürfel. Der Greifarm der selbst gebauten Maschine hebt und senkt sich sekundenschnell, um die unterschiedlich farbigen Steine des Würfels wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Jonas, der die Paul-Gerhardt-Schule in Holzwickede besucht und Teil der schuleigenen Robotik-AG ist, zeigt sich ebenso mit dem Ergebnis zufrieden, wie Pascal Grafe, angehender Informationstechnischer Assistent des Hellweg Berufskolleg Unna.

Seit Beginn des neuen Schuljahres bekommen die Grundschüler jeden Donnerstag in den ersten beiden Stunden Besuch von den Kollegschülern. Die Großen helfen den Kleinen aus der Robotik AG im Rahmen einer Projektarbeit beim Programmieren, Tüfteln und Lösen der kniffligen Aufgaben. Vermittelt wurde die Kooperation durch Anica Althoff vom zdi-Netzwerk Perspektive Technik, das von der Stiftung Weiterbildung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) koordiniert wird, und das Ziel verfolgt, Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Angeboten für Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern.

Als Anica Althoff hörte, dass die Holzwickeder Grundschule Probleme hat, eine kontinuierliche Leitung für die Robotik-AG zu finden, dachte sie gleich an das Hellweg Berufskolleg, das Partner im Netzwerk ist. „Einmal wöchentlich gehen unsere Auszubildenden im Rahmen der Projektarbeit in Betriebe oder in eine Schule“, erklärt Jochen Kanders vom Unnaer Berufskolleg. Er nutzte das Treffen der AG, um sich einen ersten Überblick über die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen seinen Schützlingen und den Grundschülern zu verschaffen und war begeistert. Auch für die Paul-Gerhardt-Schule ist die Kooperation ein echter Glücksfall. „Die Kleinen profitieren von den Großen. Durch die Zusammenarbeit haben wir fast eine Eins-zu-Eins-Betreuung in der AG", erklärt Magnus Krämer, Schulleiter der Paul-Gerhardt-Schule.


Für die großen und kleinen Schüler ist das Projekt beiderseits ein Gewinn und ein voneinander Lernen in beide Richtungen: „Gerade, was das Programmieren der Roboter angeht, haben wir viel gelernt", zieht Grundschüler Jonas eine erste Bilanz. Für die Großen, die eigentlich selbst noch die Schulbank drücken und nun in die Lehrerrolle schlüpfen, ist es ein interessanter Perspektivwechsel. „Wir mussten uns erst in das Thema Robotik einarbeiten. Es war auch ungewohnt, die Lehrerposition einzunehmen. Es macht aber sehr viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten und zu sehen, welche tollen Fortschritte sie gemacht haben", so Pascal Grafe abschließend.

 

 

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