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16. April 2018 Zurück

Verbundausbildung: Als Betrieb profitieren

Dirk Heitbaum (v.l.n.r.), Lennard Zurstraßen und Viktoria Berntzen sind vom Modell der Verbundausbildung überzeugt. Foto: WFG (Kreis Unna)

Viele Betriebe wollen ausbilden, können aber aufgrund der hohen Spezialisierung oder der sich ändernden Anforderungen nicht alle vorgeschriebenen Inhalte vermitteln. So geht es auch der Rössel Messtechnik GmbH. Mit der Verbundausbildung hat das Unternehmen aus Werne einen Weg gefunden, den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs für den Betrieb selbst zu qualifizieren.

„Das Land NRW unterstützt Firmen wie die Rössel Messtechnik GmbH aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Bis zu 4.500 Euro erhalten die Unternehmen pro Ausbildungsplatz. Dabei spielt es für die Förderung keine Rolle, ob die Verbundausbildung von zwei Betrieben oder von einem Betrieb und einem Bildungsträger übernommen wird", erklärt Viktoria Berntzen von der bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna angesiedelten Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet. Sie berät kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreis Unna zur Verbundausbildung, prüft die Förderfähigkeit und unterstützt auch bei der Antragstellung.

„Viele Firmen nutzen die Förderung des Landes nicht. Dadurch entgeht ihnen bares Geld, das sie gut für andere betriebliche Belange verwenden könnten", erläutert Ulrich Beckmann, Kaufmännischer Leiter der Rössel Messtechnik GmbH. „Wir bilden seit Jahren selbst aus - vor allem für unseren eigenen Bedarf. Viele unserer Führungskräfte haben hier gelernt“, so Beckmann weiter.

„Wir sind sehr froh, dass es die Möglichkeit der Verbundausbildung gibt. Dadurch, dass sich die Anforderungen für den Ausbildungsberuf geändert haben, konnten wir als Betrieb nicht mehr alle Inhalte selbst vermitteln", sagt Dirk Heitbaum, Leiter Fertigung bei der Rössel Messtechnik GmbH. „Aber für uns ist es sehr wichtig selbst auszubilden, um marktfähig zu bleiben“, so Heitbaum weiter.


Der 16-Jährige Lennard Zurstraßen, der seit August 2017 bei der Rössel Messtechnik GmbH seine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert, ist mit dem Modell der Verbundausbildung ebenfalls sehr zufrieden. Die Ausbildungsinhalte, die der Betrieb nicht abdeckt, erlernt er im Rahmen von Lehrgängen beim TÜV NORD.

Betriebe, die sich für das Modell der Verbundausbildung interessieren oder sich zu den Fördermöglichkeiten und Bedingungen informieren wollen, können sich an Viktoria Berntzen von der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet wenden. Sie ist unter der Rufnummer 02303/27-1890 oder per E-Mail unter v.berntzenwfg-kreis-unnade zu erreichen.

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Ute Heinze

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