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14. März 2016 Zurück

Competentia startet in neue Förderphase

40 Interessierte waren zur Auftaktveranstaltung gekommen. Foto: Competentia (Anja Cord)

Das Team des Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) stellte jetzt im Haus Opherdicke vor rund 40 Gästen die Ziele und geplanten Aktivitäten für die neue Förderphase vor: Bis Oktober 2018 stehen für das Verbundprojekt der Wirtschaftsförderungen Kreis Unna und Dortmund rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen u.a. genutzt werden, um in Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und um Rekrutierungsstrategien zur Ansprache von Frauen als Fachkräfte zu entwickeln.

Im Rahmen der neuen Förderphase wird der Fokus vor allem auf kleinen und mittleren Unternehmen liegen. Geplant sind vier Arbeitsschwerpunkte:

Kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Rekrutierung von weiblichen Auszubildenden und Fachkräften unterstützt werden. Dazu hat Competentia verschiedene Angebote entwickelt. So besuchen beispielsweise junge Frauen, die eine Ausbildung in eher frauenuntypischen Berufen absolvieren, Schulen, um für ihren Betrieb und ihre Tätigkeit zu werben.

Für Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen soll es leichter werden, Familie und Beruf zu vereinbaren. Hier unterstützt Competentia die Betriebe mit Beratungen und Workshops.

Der dritte Bereich nimmt die zahlreichen Minijobs im Gesundheitswesen ins Visier. Mehr als 4.000 solcher Beschäftigungsverhältnisse gibt es im Kreis Unna und in Dortmund. Ziel ist es mit verschiedenen Strategien, Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze umzuwandeln.

Der vierte Schwerpunkt lenkt die Aufmerksamkeit auf die Innovationskraft von Frauen. Das männlich geprägte Bild des typischen Erfinders soll erweitert werden, so dass sowohl weibliche Fachkräfte als auch kleinere Unternehmen das innovative Potenzial von Frauen erkennen.

In allen Bereichen arbeitet das Kompetenzzentrum eng mit arbeitsmarktpolitischen Institutionen, Verbänden und Vereinen zusammen.

Competentia:
Unter dem Projektnamen Competentia fördert das nordrheinwestfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) in den 16 Arbeitsmarktregionen Kompetenzzentren, die im Jahr 2012 aus der Landesinitiative Frau und Wirtschaft entstanden sind. Die neue Förderphase begann im November 2015 und endet im Oktober 2018. Die Förderung setzt sich aus Landes- und EU-Mitteln zusammen.
Competentia verfolgt in erster Linie das Ziel, das Erwerbspotential von Frauen zu verbessern und zu steigern. Denn Frauen sind nach wie vor in allen Bereichen der Wirtschaft unterrepräsentiert. Dies gilt unter anderem für den Anteil in Führungspositionen, für die Höhe der Einkünfte und den Anteil der Vollerwerbsstellen. Mit einer Frauenerwerbstätigenquote von 63 Prozent liegt das Westfälische Ruhrgebiet deutlich unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Auch der Anteil ausschließlich geringfügig Beschäftigter Frauen ist mit 18,9 Prozent überdurchschnittlich hoch. Dies will das Team des Kompetenzzentrum Frau & Beruf ändern.

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Ute Heinze

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