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24. März 2014 Zurück

Equal Pay Day: "Lass Dich nicht abspeisen!"

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (Mitte) stellte sich bei Brezeln und Getränken den Fragen von Mini-Jobberinnen und Teilzeitbeschäftigten. Foto: WFG

Red-Dinner zum Thema Minijob und Teilzeit

Gleiche Arbeit ja - aber gleiche Bezahlung für die berufliche Leistung von Männern und Frauen ist noch längst keine Realität. Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland noch immer 22 Prozent weniger, als ihre männlichen Kollegen. Anlässlich des Equal Pay Day am 21. März richteten die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet und die Gleichstellungsstellen des Kreises und der Stadt Unna ihre Aufmerksamkeit dem Themenschwerpunkt „Minijobs und Teilzeit".

Bei einem „Red Dinners" konnten die unterschiedlichen Sichtweisen auf Chancen und Risiken der Teilzeitbeschäftigung mit NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider persönlich diskutiert werden. Und hier zeigte sich deutlich: Scheint der Mini-Job als Einstieg nach der Familienphase oft ein Segen zu sein, entwickelt er sich mit der Zeit meist zum Fluch. Denn am Ende des Tages bleiben viele Frauen in der Minijob-Falle hängen, da sie über ihre Rechte häufig zu wenig Bescheid wissen und nicht absehen können, was dieses so schmackhaft gemachte Jobangebot später wirklich für ihre Rentenversicherung bedeutet.

Das möchte Guntram Schneider ändern: „Wir wollen die Mini-Jobs nicht abschaffen, aber besser regulieren."

Neben Minijob und Teilzeit als Ursache für ungleiche Bezahlung, thematisierten Guntram Schneider, Landrat Michael Makiolla und Unnas Bürgermeister Werner Kolter auch die ungleiche Wertschätzung von Tätigkeiten. „Die Arbeit am Menschen wird in Deutschland zumeist schlechter bezahlt, als die Arbeit an der Maschine. Darunter leidern besonders Frauen - etwa in den Pflegeberufen. Hier muss ein Wandel in der gesellschaftlichen Wahrnehmung erfolgen", betonte der NRW-Arbeitsminister einen wichtigen Ansatzpunkt auf dem Weg zu einer gleichen Bezahlung für Männer und Frauen.

 

 

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, der Gleichstellungsstelle der Kreisstadt Unna, des Jobcenters Kreis Unna und der Agentur für Arbeit Hamm im Rahmen der Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“.

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