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22. November 2016 Zurück

Schollibotics aus Lünen beim Weltfinale der WRO

Wochenlang haben Samira Bergau (16), Tim Erpelding (16) und Alexander Hauschopp (16) im Keller der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen an ihrem Roboter getüftelt. Für die drei Jugendlichen der Roboter-AG „Schollibotics" ging es am heutigen Dienstag nach Neu Delhi. In der indischen Hauptstadt tritt das Trio beim Weltfinale der World-Robot-Olympiad (WRO) unter dem Motto „Rap the Scrap - Roboter reduzieren, verwalten und recyceln Müll" in der „Open Category" gegen Teams aus 55 weiteren Ländern an. Ziel des internationalen Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche für die Themen Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

Mit ihrem Robotermodell einer umfunktionierten Bohrplattform, mit der Plastik aus dem Meer gesammelt und anschließend direkt zu Kunststoffgranulat verarbeitet wird, überzeugten die drei Lünener sowohl im Mai beim Regionalentscheid der WRO in ihrer Heimatstadt als auch beim Deutschlandfinale in Ludwigshafen. Dort sicherten sich die Gesamtschüler im Sommer mit dem zweiten Platz eines der begehrten Tickets für das Weltfinale in Neu Delhi.

Seitdem liegt ein hartes Stück Arbeit hinter dem Finalteam: „Wir mussten die komplette Dokumentation ins Englische übersetzen und ein Video zu unserem Projekt drehen. Auch die Vorträge, in denen wir der Jury unsere Idee und die Funktionsweise unseres Roboters erklären werden, haben wir natürlich in englisch eingeübt", berichtete Samira Bergau vor der Abreise. Und ihr Teamkollege Tim Erpelding ergänzte: „Auch den Roboter haben wir noch ein bisschen modifiziert und einige Ideen umgesetzt, die wir nach dem Deutschlandfinale entwickelt haben."

Für das Weltfinale in Indien sahen sich die Schollibotics zudem noch mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Der 1,50 Meter große Roboter und die Bühnendekoration von zwei Mal zwei Metern mussten natürlich so verpackt werden, dass sie ins Fluggepäck passen. „Bei der Größe und dem Gewicht gibt es enge Vorgaben. Zum Glück haben uns die Experten aus der Logistikabteilung der Bayer AG aus Bergkamen geholfen," sagte Alexander Hauschopp.

Die Schollibotics, die am heutigen Dienstag mit ihren Betreuern für den dreitägigen Wettbewerb nach Indien reisen, möchten sie sich nochmal bei allen Sponsoren bedanken, die sie während der diesjährigen Saison sowohl finanziell als auch mit viel Know-how unterstützt haben. „Neben der Bayer AG gilt unser besonderer Dank der Remondis Production GmbH, die uns seit unserer Gründung unterstützt hat", so das Trio.

Die Schollibotics gründeten sich vor vier Jahren im Rahmen der Aktion „Schreib Deine Robotergeschichte" des zdi-Netzwerks Perspektive Technik. Seitdem nehmen die Jugendlichen an unterschiedlichen Roboterwettbewerben teil. Im vergangenen Jahr sicherten sich die Schollibotics in anderer Besetzung beim Weltfinale der WRO in Katar bereits die Bronzemedaille.

„Wir freuen uns sehr, dass sich erneut ein Team aus dem Kreis Unna für das Weltfinale qualifiziert hat. Dieser Erfolg zeigt, dass wir mit der Gründung der Robotik-AGs einen wichtigen Beitrag geleistet haben, um Jugendliche für technische Themen zu begeistern", sind sich Matthias Müller und Anica Althoff von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) einig. Beide begleiteten das Team seit dessen Gründung und unterstützten die Schollibotics beispielsweise bei der Suche nach Unternehmenspartnern. Der Förderverein Perspektive Technik übernimmt zudem die Startgebühren für das Weltfinale in Indien.

Folgende Unternehmen und Sponsoren haben die Indienreise der Schollibotics durch ihre Unterstützung möglich gemacht: Remondis Production GmbH, Bayer AG, Aurubis AG, Lions Club Lünen, Sparkasse an der Lippe, Bauverein zu Lünen, Rotary Club Kamen, Volksbank Lünen, Hauschopp Raumkonzepte,
Provinzial-Geschäftsstelle Dirk Wolf, HERTH elektrische Temperaturgeber GmbH, ZeichenBüro Lünen, Förderverein Netzwerk Perspektive Technik.



World-Robot-Olympiad
Die World Robot Olympiad (WRO) ist ein internationaler Roboterwettbewerb, der Kindern und Jugendlichen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtern und sie für einen Inge-nieur- oder IT-Beruf motivieren soll. Die WRO-Wettbewerbe kombinieren den Nervenkitzel eines Sportevents mit einer schulischen Herausforderung, einen LEGO® MINDSTORMS Roboter zu bauen, zu designen und zu programmieren. Im Rahmen des Wettbewerbs haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen in der Arbeit mit den Robotern zu sammeln. Deutschlandpartner der WRO ist der Verein „TECHNIK BEGEISTERT". Insgesamt haben in diesem Jahr 450 Teams an den Wettbewerben der WRO in ganz Deutschland teilgenommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der WRO arbeiten gemeinsam in 2er oder 3er Teams mit einem Coach an jährlich wechselnden Aufgabenstellungen.



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Ute Heinze

Ute Heinze

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