Ruhrtalgymnasium Schwerte

Mein.Ruhrtal - Schüler starten Regionalmarketing

Professionell wie richtige Manager: Das Team von Mein.Ruhrtal. Fotos: WFG
Auch im Lehrerzimmer sind die Angebote der Schülerfirma äußerst beliebt.
Soagr ein Schaufenster in der Schwerter Innenstadt bestückten die engagierten Jungunternehmer mit ihren Produkten.
Die Erstellung des Portraits der Schülerfirma wurde im Rahmen des Projekts „Netzwerk Zukunft Wirtschaft“ vom Land Nordrhein-Westfalen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der reginalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.

Schon der Name ist durchdacht: „Mein.Ruhrtal“ steht nicht nur für die regionalen Produkte, die die Schülerfirma des Schwerter Ruhrtal-Gymnasiums vertreibt und die Identifikation ihrer Beschäftigten mit ihrer Heimatregion. Mit dem Punkt als verbindendes Element zwischen den Worten wurde schon bei der Auswahl berücksichtigt, dass der Name später einmal Titel einer modernen Webseite sein soll. Per Mail oder Telefon können hier Geschenkkörbe mit Senf, Öl & Essig, Seife, Kerzen, Schlüsselanhänger und Postkarten aus der Ruhr-Stadt Schwerte bestellt werden.

Und auch ansonsten ist die Schülerfirma „Mein.Ruhrtal“ 100% professionell. Als Aktiengesellschaft gegründet, war die erste große Herausforderung nach der Ideen-Findung, das Startkapital von 460 Euro von Eltern, Freunden und Lehrern zusammenzubekommen. Denn: Ohne Kapital keine Investitionen. Und die mussten die jungen Unternehmer tätigen, um ihrer Geschäftsidee Leben einzuhauchen.

Eine monatliche Buchführung stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schüler den Überblick über Einnahmen und Ausgaben behalten. Bei einem Umsatz von über 1.500 Euro manchmal gar keine so leichte Aufgabe für Finanzchef Jan Brachetti. Dieser ist auch für die Lohnauszahlung an seine Kollegen verantwortlich. „Als symbolischen Lohn haben wir 25 Cent pro Stunde vereinbart“, erläutert Lehrerin Carina Körber. „Die Schüler füllen Stundenzettel aus, die dann von der Verwaltung eingesammelt und ausgewertet werden.“ Aber auch die anderen Abteilungen der Mein.Ruhrtal AG haben verantwortungsvolle Aufgaben. Von der Produktion wurden sämtliche Ölfläschchen, Senfgläser, Seifen und Postkarten eingelagert und zu Geschenkkörben zusammengestellt. Dabei musste Abteilungsleiterin Yaren Salmaner immer im Blick behalten, von welchen Produkten noch wieviel da ist, und wo vielleicht schon nachbestellt werden sollte.

Mindestens ebenso umtriebig ist auch die Marketing-Abteilung unter Jordi Bartels. Flyer, Facebook-Seite und Homepage, regelmäßige Pressemitteilungen, Zeitungsberichte und Artikel in der Schülerzeitung sorgten dafür, dass „Mein.Ruhrtal“ schnell in aller Munde war. Um noch mehr potenzielle Kunden aufmerksam zu machen, wurde sogar ein Schaufenster in der Innenstadt mit den Produkten der Schülerfirma bestückt.

So stellte sich der Erfolg schnell ein: „Wir haben am 20. November gegründet und schon auf dem Schwerter Weihnachtsmarkt zum ersten Mal verkauft“, erklärt Geschäftsführer Christian Paul. „Von da an waren wir bei fast allen größeren Aktionen in der Stadt, wie Verkaufsoffene Sonntage oder an unserem Tag der offenen Tür, mit einem Stand vertreten.“

Das Projekt Schülerfirma wurde von Lehrerin Körber im Rahmen des Wahlpflichtfachs Wirtschaft mit den Schülern der 9. Klassen umgesetzt. „Nachdem ich im ersten Jahr viele theoretische Grundlagen durchgenommen hatte, wollte ich den Schülern gerne zeigen, wie eine betriebwirtschaftliches Unternehmen so in der Praxis funktioniert. Bis wir die passende Idee hatten, die uns alle überzeugen konnte, dauerte es fast 3 Monate. Aber als wir dann erstmal wussten, wo die Reise hin gehen soll, ging alles ganz schnell.“

Eine tolle Erfahrung, die den Jungunternehmern zeigte, dass so eine Firma „einerseits viel Spaß aber andererseits auch viel Stress“ bedeuten kann. Daher müssen sich die Schülerinnen und Schüler nun auch von ihrem Betrieb verabschieden. „In der Oberstufe bleibt einfach nicht mehr genug Zeit, um in unserer Freizeit regelmäßig Körbe mit Schwerter Spezialitäten zu füllen. Aber Lehrerin Carina Körber denkt bereits über die nächste Schülerfirma nach…

Daher galt es die junge AG zum Ende des Schuljahres wirtschaftlich korrekt wieder aufzulösen. Die Hälfte des verbliebenen Kapitals kam dabei dem mobilen Kinderhospizdienst des Kreises Unna zu Gute.

 

Das Ruhrtals-Gymansium Schwerte durfte sich über den Gewinn des 3. Platzes beim Wettbewerb IHK-Schulpreis-Wirtschaftswissen 2014 freuen.

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