Städtisches Gymnasium Selm

„Schülergenossen Selm“ – Schüler vermarkten Selmer Skyline

Die Selmer Schülergenossen präsentieren stolz ihre Produkte. Foto: WFG
Die Erstellung des Portraits der Schülerfirma wurde im Rahmen des Projekts „Netzwerk Zukunft Wirtschaft“ vom Land Nordrhein-Westfalen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der reginalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.

Die Skyline von Selm prangt auf bunten Einkaufstaschen und Schlüsselanhängern. Das sind die Produkte der Schülerfirma des Städtischen Gymnasiums Selm, die „Schülergenossenschaft Selm eSG“. Sie werden auf Stadtfesten, dem Weihnachtsmarkt, aber auch von Partnerbetrieben verkauft. Ausgedacht haben sich das die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Florian Mersch, der als Lehrer gemeinsam mit seiner Kollegin Dagmar Bruns das Projekt betreut. „Zu Beginn haben wir uns überlegt, was wir als Firma machen wollen“, berichtet Mersch, „schnell war klar, dass es etwas mit der Region zu tun haben sollte.“ Um den Zusammenhalt innerhalb Selms zu stärken, entstand die Selmer Skyline, die alle drei Stadteile (Selm, Bork und Cappenberg) ebenbürtig repräsentiert.

Die (Rechts-)Form der Schülerfirma stand da bereits fest: eine Schülergenossenschaft. Sie funktioniert genau wie jede andere Genossenschaft, verfügt über einen Vorstand, einen Aufsichtsrat und eine Mitgliederversammlung, die das Geschehen lenken. Da lag es nahe, das eine erfahrene Genossenschaft, die Volksbank Selm-Bork e.G., die Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung ihres Projektes unterstützt und berät. Schließlich musste eine Satzung erstellt werden und die Genossenschaft musste im Genossenschaftsregister eingetragen werden.

„Mir als Lehrer für Sozialwissenschaften liegt das Thema Genossenschaft am Herzen“, erzählt Florian Mersch, der die Idee zur Gründung hatte. „Das Besondere an dieser Rechtsform ist, dass sie keine Schulden machen kann, sondern nur Geld ausgeben werden kann, dass sie auch hat“. Deswegen mussten zu Beginn der Firmengründung am 17.12.2012 zunächst Mitglieder gewonnen und ihnen Geschäftsanteile verkauft werden. „Aktuell zählen wir über 35 Mitglieder“, erläutert David Diederich, der in der Firma für die Finanzen zuständig ist, „inzwischen können wir natürlich unseren Gewinn einsetzen, um in neue Produkte zu investieren.“ Er ist Gründungsmitglied und inzwischen im Vorstand aktiv.

Neben den Formalien, die eine Genossenschaft mit sich bringt – wie regelmäßige Vorstandssitzungen oder die jährliche Jahreshauptversammlung – muss allerdings auch das Verkaufsgeschäft organisiert werden. Hierzu hat die Schülergenossenschaft Selm eSG eine eigene Homepage mit Online-Shop erstellt, wirbt aber vor allem mit ihrer Präsenz auf den örtlichen Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder dem Sommerfest der Schule.

„Für die Verkaufsstände erstellen wir zwar einen Schichtplan“, erklärt Dagmar Bruns, „meistens bleiben die Schülerinnen und Schüler aber freiwillig länger am Stand oder sogar die gesamte Öffnungszeit, weil es ihnen so viel Spaß macht“. Joachim Walter aus der achten Klasse arbeitet in der Produktion, „nicht nur aus Spaß sondern auch weil ich verstehen wollte, wie eine Firma wirklich funktioniert“. Nathalie Bloch, die die 11.Klasse besucht und im Aufsichtsrat sitzt, wünschte sich, „etwas Kreatives zu machen“.

Die jahrgangsübergreifende und nachhaltig angelegte Genossenschaft muss sich zukünftig weiteren Herausforderungen stellen: Nachwuchskräfte aus den achten Klassen müssen gewonnen werden, um scheidende Mitarbeitende zu ersetzen. Und die Produktpalette wird erweitert. Worum??? Schauen Sie selbst unter www.schuelergenossen-selm.de.

Die Schülergenossenschaft Selm eSG ereichte beim IHK-Schulpreis Wirtschaftswissen den 1. Platz.

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