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Aktuelles > Pressemitteilungen > Wirtschaftsförderer präsentieren Wirtschaftsbericht Ruhr 2011
Essen, 14. Dezember 2011

Die 16 Wirtschafsförderer aller Städte und Kreise aus der Metropole Ruhr haben heute unter dem Titel „Wirtschaftsbericht Ruhr 2011" die erste ge-meinsame Analyse der wirtschaftlichen Potenziale der gesamten Region vorgelegt. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH wurde das Institut für Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen mit der Erarbeitung der Studie beauftragt.

Die Wirtschaftsförderer haben die Ergebnisse bewertet und mit ihrer Unter-schrift als Beginn eines gemeinsamen Arbeitsprozesses in der Standort-und Strukturpolitik besiegelt. Um Zukunftspotenziale schneller sichtbar machen zu können, sind die Wirtschaftsförderer mit dem IAT auch metho-disch neue Wege gegangen. An die Stelle der klassischen Branchenbe-trachtung haben sich die Experten und Wissenschaftler mit den prägenden Markttrends, Innovationstrategien und der Entwicklung neuer Geschäfts-modelle beschäftigt. Daraus sind wachstumsstarke Zukunftsmärkte, soge-nannte Leitmärkte, identifiziert worden. Diese Leitmärkte sind:

 Gesundheit

 Ressourceneffizienz

 Mobilität

 Urbanes Bauen und Wohnen

 Nachhaltiger Konsum

 Digitale Kommunikation

 Bildung und Wissen

 Freizeit und Events

Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesell-schaft für den Kreis Unna, will aus dem Wirtschaftsbericht Erkenntnisse für den Kreis Unna ziehen. Denn nicht jede Wirtschaftsförderung könne in al-len genannten Leitmärkten aktiv sein, sondern setzte eigene Schwerpunk-te. „ie Ergebnisse werden unser Handeln in unseren sogenannten Kom-petenzfeldern beeinflussen, etwa in den Bereichen Logistik oder Energie. Mit ihren konkreten Handlungsansätzen kann jede Wirtschaftsförderung eine Wirkung auf die jeweiligen Leitmärkte erzielen." Die Bewältigung des Strukturwandels ist für den WFG-Chef eine Daueraufgabe, bei der das Ruhrgebiet bereits Pionierarbeit geleistet hat. Nun beginne die nächste Phase, so Dannebom.

Die zentralen Ergebnisse der Analyse:

1. Die Metropole Ruhr ist stark in der weltweit wachsenden neuen ur-banen Ökonomie. Also jenen Produkten und Dienstleistungen, die auf die Entwicklung von Großstädten, Metropolen und ihren Infrast-rukturen setzt. Schon jetzt sind 80% der sozialversicherungspflichti-gen Beschäftigten in der Metropole Ruhr in diesen Leitmärkten tätig.

2. In allen acht Leitmärkten sind relevante Einzelpotenziale für Wach-stum und Beschäftigung an der Ruhr identifiziert worden. In soge-nannten Zukunftsfeldern werden diese Potenziale in der Arbeit der Wirtschaftsförderungen weiter verfolgt.

3. Die positive Dynamik in den Leitmärkten ist in den zurückliegenden fünf bis sieben Jahren durch eine neue Verbindung von industrieller Produktion und moderner Dienstleistung entstanden. Dies zeigt das bundesweit überdurchschnittliche Wachstum in den Bereichen der Prüf- und Testlabore, der technischen Großhändler und Handels-vermittler, der Gesundheitsdienste, der Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen und auch in den vielen außeruniversitären Forschungseinrichtungen

4. Die industrielle Produktion ist der Motor der positiven Marktentwick-lung an der Ruhr. Das überraschende Beschäftigungswachstum im Bereich des Maschinenbaus und der Prozessautomation steht Bei-spielhaft für diese Entwicklung.

In den nächsten Jahren werden die Wirtschaftsförderungen diesen Bericht weiter entwickeln, regelmäßig einmal im Jahr veröffentlichen und gemein-same Projekte zur Bestandsentwicklung in den analysierten Zukunftsfel-dern vorantreiben.

 
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