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Gründerpreis 2006

Die Preisträger

1. Platz: Cenit Beleuchtungstechnik GmbH, Holzwickede
Cenit LeuchtenVon Holzwickede aus setzt der 41-Jährige die Auslagen von Nobelkaufhäusern ins rechte Licht. Er illuminiert Gebrauchtwagen so, dass kleine Kratzer im Lack nicht mehr auffallen, er beleuchtet Firmenzentralen und Großraumbüros, aber auch Saunalandschaften und Laboratorien.

2003 gründete Volker Werth das Unternehmen Cenit und trat damit die Nachfolge des einstigen Bergkamener Unternehmens Hartmann und Unger an. Als Geschäftsführender Gesellschafter steuerte er das Unternehmen von Anfang an auf Erfolgskurs. Bereits im ersten Jahr nach der Gründung machte Cenit einem Umsatz von 1,9 Millionen Euro. Für 2006 erwartet Werth nun vier Millionen Euro Umsatz - und einen Gewinn von 520 000 Euro. Die Zahl von ehemals vier Beschäftigten ist auf zwölf gestiegen. Eine Auszubildende und zwei freie Mitarbeiter ergänzen das Team, dem auch fünf ehemalige Arbeitslose angehören. Weitere Einstellungen sind bereits geplant.

Den Schlüssel zum Erfolg auf einem hart umkämpften Markt fand Volker Werth in der flexiblen Bedienung von Kundenbedürfnissen. Ob es darum geht, mit Licht Wohlbefinden zu schaffen oder Aufmerksamkeit zu erregen, ob architektonische Strukturen untermalt oder Unebenheiten kaschiert werden sollen - immer bietet Cenit die passende Lichtlösung - selbst unter schwierigsten Verhältnissen in Feucht- oder Reinräumen.

Von der Planung über die Konstruktion bis zum Bau bietet das Holzwickeder Unternehmen seinen Kunden in ganz Deutschland Komplettlösungen an - wenn´s sein muss innerhalb von vier bis fünf Wochen. Dabei kann sich Volker Werth auf die eigene Produktion (in Arnsberg) ebenso verlassen wie auf ein schlagkräftiges Expertenteam. Seine Mitarbeiter stammen allesamt aus der Branche - anders als er selbst. Der studierte Maschinenbauer hatte sich zunächst der Kunststofftechnik verschrieben und von Köln aus Kosmetikverpackungen in alle Welt geliefert. Dann fühlte er sich selbst vom Licht angezogen und greift nun bereits nach weiteren Sternen. "Wir wollen Marktführer im Bereich Sonder- und Reinraumbeleuchtung werden und unseren Umsatz weiter steigern", gibt der Chef die Marschrichtung vor.

2. Platz: kon.m GmbH, Lünen
Kon.mFrank Altmeyer versteht sein Geschäft. Nach dem Studium hat der gelernte Ingenieur beim renommierten Beratungsunternehmen Kienbaum im Bereich Management Consulting gearbeitet. Inzwischen ist er sein eigener Chef und greift Managern und Geschäftsführern großer Unternehmen unter die Arme. Von klassischen Unternehmensberatungen grenzt sich das junge Unternehmen kon.m dabei deutlich ab - durch niedrige Preise, standardisierte Analysen und blitzschnelle Ergebnislieferung.

"Angenommen der Entscheidungsträger eines großen Unternehmens plant den Sprung in ein neues Geschäftsfeld, dann finden wir für ihn heraus, ob sich die Sache lohnt", nennt Altmeyer ein Beispiel aus dem Geschäftsalltag. Mit Unterstützung von zwölf fest angestellten, hochqualifizierten Mitarbeitern und 15 Studenten ermittelt er Chancen und Risiken geplanter Projekte. Seine Kunden erfahren, welche Vorteile und welche Risiken bestehen, wie sich der Markt darstellt, welche Wettbewerber es gibt, wie die Wachstumschancen aussehen und wie sie strategisch vorgehen sollten. Anfragen können einfach via Internet formuliert werden. Innerhalb von 24 Stunden gibt´s einen Kostenvoranschlag zurück. Ist der Auftrag erteilt, liefert kon.m innerhalb von sieben Tagen die gewünschten Auskünfte und Analysen.

Dass seine Geschäftsidee funktioniert, war Frank Altmeyer von Anfang an klar. Andere (vor allem ältere) Branchenkenner zeigten sich zunächst skeptisch. Sie boten dem Youngster dennoch ihre Unterstützung an und wollten sehen, ob die Sache läuft. Frank Altmeyer konnte sie überzeugen: Zwei Jahre nach Gründung des Unternehmens rechnet er bereits mit einem Umsatz von zwei Millionen Euro. Neben kon.m gehören zwei weitere Unternehmen zur Gruppe: Management Consulting und Executive Consulting runden das Angebot ab.

3. Platz: Bauinsight GmbH, Lünen
Bauinsight2004 tauschte der Dipl. Bauingenieur die harte Hörsaalbank mit dem weichen Chefsessel. Zusammen mit zwei weiteren Studenten, einem Informatiker und einen Betriebswirt, gründete er die Bauinsight GmbH - nach gründlicher Vorbereitung, versteht sich. In seiner Diplomarbeit hatte Schlüchter bereits festgestellt, dass die Deutschen großen Nachholbedarf bei der Versteigerung von Wohnungen und Häusern haben: "Während Immobilienauktionen im Ausland bereits boomten, gab es hierzulande nicht einmal eine entsprechende Internetplattform." Eben die schufen die engagierten Studenten und füllten sie mit Leben. Inzwischen ist der Einstieg in die Geschäftswelt geschafft: Schlüchter und seine inzwischen vier Mitstreiter wickeln vom kleinen Einraumbüro im LÜNTEC-Zentrum Millionengeschäfte ab und bedienen auch Kunden aus dem Ausland. Immobilienfonds-Gesellschaften - vor allem aus dem skandinavischen Raum - nutzen die günstigen deutschen Immobilienpreise und das praktikable Onlineangebot von Bauinsight. Banken bieten hier Konkurs-Immobilien an, Makler ihre schwer vermittelbaren Häuser, und private Kunden profitieren vom schnellen Verkauf und der Chance, per Mausklick ein echtes Schnäppchen zu ergattern.

Rund 200 bis 250 Objekte finden sich Tag für Tag auf den Internetseiten von ImmoAuktionen und gehen meist unter dem Marktwert weg. "Wer sein Haus bei uns anbietet, setzt auf den Zeitfaktor und nimmt dafür niedrige Preise in Kauf", weiß Schlüchter und rechnet vor, dass der Verkauf einer Immobilie auf dem traditionellen Maklerweg durchschnittlich neun bis zwölf Monate dauert. Bei der Internetauktion geht´s innerhalb von wenigen Wochen. Dabei ist die Auktion hundertprozentig sicher: "Wir prüfen Verkäufer und Bieter im vorhinein, lassen uns Eigentumsbelege und Bonitätsnachweise vorlegen", so Schlüchter. Selbst ein Gutachterservice ist im Angebot.
 
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