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08. Mai 2019 Zurück

Aluminiumwerk ALUnna sieht optimistisch in die Zukunft

Das Aluminiumwerk Unna ALUnna AG kann wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Foto: ALUnna

Als das traditionsreiche und mit Unna fest verwurzelte Aluminiumwerk ALUnna ins Straucheln geriet, war die Sorge um den Betrieb mit fast 400 Beschäftigten groß. Die Aktionäre des Aluminiumwerks hatten dem langjährigen Vorstandschef Thomas Wiese im Januar diesen Jahres auf einer außerordentlichen Versammlung das Vertrauen entzogen. Nach dem Ende der Ära Wiese leitet Volker Findeisen als Vorstandsvorsitzender seither erneut die Geschicke des Aluminiumwerks. WFG-Wirtschaftsförderin Sabine Radig besuchte jetzt das traditionsreiche Unnaer Unternehmen und sprach mit Volker Findeisen über die Zukunft des Unternehmens.

In der Vergangenheit war Findeisen schon einmal von 2006 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der Unnaer Aktiengesellschaft. 2015, kurz nach dem 100-jährigen Jubiläum des Aluwerks, hatte er den Posten an Thomas Wiese abgegeben. Während der Amtszeit von Thomas Wiese verschlechterten sich allerdings die wirtschaftlichen Ergebnisse der Aluminiumwerk Unna AG zusehends, sodass im Jahr 2018 sogar erstmalig seit dem Geschäftsjahr 1999 Verluste verbucht wurden.

Eine neue Perspektive für die Mitarbeiter

Das Management unter dem chinesischen Branchenriesen Zhongwang, seit September 2017 99-prozentiger Aktieninhaber von ALUnna, holte Volker Findeisen zurück, weil der das Unternehmen und seine Mitarbeiter kennt wie seine Westentasche. Dieses Wissen hilft nun, verlorenes Vertrauen in das weltweit agierende Unternehmen zurück zu gewinnen, der Belegschaft eine neue Perspektive zu vermitteln und das Unternehmen wieder zurück in die Gewinnzone zu führen.

Dafür wurden die ursprünglichen Pläne geändert, denn wie von Thomas Wiese geplant, 190 Millionen Euro zu investieren, erschien den Investoren schlichtweg unrealistisch. Schließlich ist der Markt, in dem das Aluminiumwerk agiert, sehr begrenzt. Zudem hat sich gezeigt, dass auch organisatorische Maßnahmen schon erhebliche Produktionserfolge herbeiführen können. So konnte laut Volker Findeisen bereits in den ersten vier Monaten 2019 die Vorjahresproduktion im gleichen Zeitraum um mehr als 20 Prozent übertroffen werden.

Das aktuelle Investitionsprogramm „vision 2025" fällt mit geplanten Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro deutlich schlanker, dafür aber auch realistischer aus. Jetzt und in Zukunft wird eher auf organisches Wachstum gesetzt.

Unterstützung für den RSV Unna

Und noch etwas ist neu: War der Blick von ALUnna in den letzten Jahren auf die weite Welt fokussiert, so besinnt man sich wieder auf lokale Netzwerke. So sponsert das Aluminiumwerk seit vielen Jahren erstmals wieder den Radsportverein RSV Unna - mit, wie sollte es anders sein, einem hochwertigen Spezial-Alurahmen für die Rennradfahrer.

 

-Elke Böinghoff-

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