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03. März 2021 Zurück

Arbeitslosigkeit im Kreis Unna steigt weiter

Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 97 auf 17.148. Im Vergleich zu Februar 2020 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.488 (+17,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 8,0 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie 6,9 Prozent. Das teilt die Agentur für Arbeit Hamm, die auch für den Kreis Unna zuständig ist, jetzt mit.

„Entgegen dem Trend der letzten Jahre ist es im Februar zu einer leichten Erhöhung der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna gekommen, diese fiel jedoch schon deutlich niedriger aus als im Januar und damit für Pandemieverhältnisse in einem sehr überschaubaren Umfang“, bewertet Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung. Helm weiter: „Obwohl die Arbeitslosigkeit zunächst also weiter steigt, sehen wir schon erste positive Tendenzen. So konnten im Februar wieder deutlich mehr Menschen eine neue Arbeit aufnehmen als im Monat zuvor, auch sind erheblich weniger aus einer bestehenden Beschäftigung heraus arbeitslos geworden. Wenn sich diese Trends fortsetzen, wird in der Folge die Arbeitslosigkeit auch wieder sinken.“

Kurzarbeit
Bislang sind seit März 2020 insgesamt 4.793 Anzeigen auf Kurzarbeit für 107.524 Beschäftigte eingegangen. Mittlerweile liegen außerdem die finalen Zahlen zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit bis einschließlich August vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld im Kreis Unna im April an 37.675 Beschäftigte aus 2.324 Betrieben und im Mai an 23.573 Beschäftigte aus 1.943 Betrieben ausgezahlt, bevor sich die Anzahl an betroffenen Betrieben ab Juni abschwächte. Den vorläufig niedrigsten Wert erzielte die Kurzarbeit im August. Damals wurde in 1.003 Betrieben von 9.416 Beschäftigten im Kreis Unna kurzgearbeitet.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Im Berichtsmonat meldeten sich 971 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 406 Personen (-29,5 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Februar 2020 waren es 176 Personen (-15,3 Prozent) weniger. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 799 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 154 mehr als im Vormonat (+23,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 151 Personen (-15,9 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In drei der zehn Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat positiv. Den größten Abbau verzeichnete Selm (-2,1 Prozent bzw. 21 auf 956). Danach folgten Fröndenberg (-1,2 Prozent bzw. acht auf 641) und Bönen (-0,4 Prozent bzw. drei auf 754). Einen minimalen Anstieg verzeichnete hingegen Bergkamen (+0,2 Prozent bzw. fünf auf 2.542), gefolgt von Holzwickede (+0,4 Prozent bzw. zwei auf 547), Lünen (+0,5 Prozent bzw. 26 auf 4.871), Unna (+0,6 Prozent bzw. 14 auf 2.204), Kamen (+1,2 Prozent bzw. 24 auf 1.946), Werne (+2,1 Prozent bzw. 20 auf 951) und Schwerte (+2,2 Prozent bzw. 38 auf 1.736).

- Ulrich Brauer -

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