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30. April 2019 Zurück

Bachforellen erhalten in der Lippe ein Zuhause

Die Bayer-Mitarbeiter Jens Weinreich, Michael Moritz und Michael Prill (v. l.) setzten die Jungtiere in der Nähe von Lünen in der Lippe aus. Foto: Bayer AG

Bayer-Stiftung sponsert einen Besatz mit 18.000 Jungfischen

Angeln ist mehr als Fische aus dem Wasser zu ziehen. Dazu gehört beispielsweise auch der Natur- und Gewässerschutz. Das stellte kürzlich die Betriebssportgruppe (BSG) Angeln der Bayer AG in Bergkamen unter Beweis indem sie mit finanzieller Unterstützung der Bayer-Stiftung 18.000 Bachforellen in der Lippe aussetzte. Die Besatzaktion war die dritte seit 2017 und damit zugleich die vorerst letzte. Insgesamt wurden dabei 54.000 Jungtiere in die Freiheit entlassen. „Uns geht es dabei vorrangig darum, die nachhaltige Entwicklung der Bachforellenbestände in der Lippe zu unterstützen“, sagt Bayer-Mitarbeiter Michael Prill, der ehrenamtlich als Fischereiberater beim Kreis Unna tätig ist.

Genau wie andere Unternehmen, die ihr gereinigtes Abwasser in die Lippe einleiten, hat Bayer in den vergangenen Jahren zur Verbesserung der Gewässergüte beigetragen. Ein Meilenstein dazu war die Modernisierung der Abwasserbehandlungsanlage und deren Erweiterung um eine mikrobiologischen Reinigungsstufe. Die bessere Wasserqualität kommt der Pflanzenwelt, aber auch vielen Tieren zugute. So können sich Bachforellen heute wieder selbstständig in der Lippe vermehren. „Der Lebensraum ist dort für die anspruchsvollen Tiere mittlerweile wirklich ausgesprochen gut“, bestätigt Michael Moritz, Vorsitzender der BSG Angeln.

„Trotz der guten Wasserqualität sind die Verluste erheblich“

Um die Erholung der Bachforellen-Bestände zu unterstützen, hatte sich die Bayer-Stiftung bereit erklärt, diese Entwicklung drei Jahre lang finanziell zu unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass im nächsten Jahr in der Lippe zwischen Werne, Bergkamen und Lünen 18.000 zusätzliche Bachforellen schwimmen werden. „Trotz der guten Wasserqualität sind die Verluste erheblich“, erläutert Michael Moritz. Der Grund sind nicht etwa Angler. Diese dürfen die Forellen erst ab einer Länge von 25 cm fangen. Vielmehr gibt es in den Lippeauen hungrige Vögel wie Kormorane oder Eisvögel, bei denen die Bachforelle weit oben auf der Speisekarte steht.

Die Jungfische, die die Mitglieder der BSG Angeln kürzlich in die Lippe gesetzt haben, stammen von den nur noch geringen Beständen der Lippe-Forelle ab. Im Gegensatz zu trägen Zuchttieren, die regelmäßig gefüttert werden und nahezu keinen Fluchtreflex mehr haben, sind sie ausgesprochen flink – was ihnen einen besseren Schutz vor natürlichen Feinden wie dem Fischreiher bietet. Mit Hilfe moderner Technik wird die BSG Angeln die Tiere künftig regelmäßig zählen und die Entwicklung des Bestandes aufmerksam verfolgen.

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Elke Böinghoff

Elke Böinghoff

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