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22. August 2019 Zurück

Bauverein zu Lünen bebaut Mercedes-Fläche

Prominente Lage: Die Fläche an der Kreuzung Viktoriastraße/Kurt-Schumacher-Straße in Lünen aus der Luft. Quelle: Kreis Unna

Der Rat der Stadt Lünen hat beschlossen, dass die Stadt die frühere Mercedes-Fläche an der Kreuzung Viktoriastraße/Kurt-Schumacher-Straße an den Bauverein zu Lünen verkauft. Das hat jetzt mit einer großen Mehrheit der Rat - wie bei Grundstücksgeschäften üblich in nicht-öffentlicher Sitzung - beschlossen.

Nach dem Konzept des Bauvereins sollen auf dem Grundstück sowohl Wohnbebauung als auch Geschäftsräume entstehen. Diese Nutzungen entsprechen auch Ergebnissen der Expertenwerkstatt, die im September 2018 über das Grundstück beraten hatte. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns freute sich über die Entscheidung: "Der Rat hat Weichen gestellt für eine nachhaltige Stadtentwicklung an einem sehr prominenten Standort. Die Nutzungsidee des Bauvereins trägt dabei den besonderen Qualitäten und Potentialen des Grundstücks Rechnung."

Wie die Bebauung konkret aussehen wird, bedarf noch weiterer Abstimmungen. Auch ein Zeitplan steht noch nicht fest. Die Stadtverwaltung geht aber davon aus, dass der Bauverein das Vorhaben so schnell wie möglich in Angriff nehmen will. Zunächst muss über einen Bebauungsplan das notwendige Baurecht geschaffen werden.

Tausch gegen Fläche am Lindenplatz

Voraussetzung für den Grundstücksverkauf war ein weiterer Ratsbeschluss: In der gleichen Sitzung hatten die Mitglieder des Rates eine Änderung im Tauschvertrag der Stadt Lünen mit der Grundstücksverwaltungsgesellschaft der Daimler AG genehmigt und damit den Weg frei gemacht für den endgültigen Abschluss des Flächentausches. Getauscht worden war die Fläche an der Kreuzung gegen den Lindenplatz, wo Mercedes sein neues Autohaus bereits gebaut und eröffnet hat.

Daimler braucht Gebäude nicht abreißen - das übernimmt der Bauverein

Der Tauschvertrag hatte auch die Verpflichtung der Daimler AG zum Inhalt, die Gebäude auf dem Grundstück an der Kreuzung abzureißen. Außerdem beinhaltete er eine Ausgleichszahlung der Stadt an Daimler, weil das Grundstück an der Kreuzung werthaltiger ist als das am Lindenplatz. Hier wurde auf Initiative der Daimler AG nun nachverhandelt. Das Ergebnis: Die Stadt verzichtet darauf, dass die Daimler AG die bestehenden Gebäude abbrechen muss. Dafür zahlt Daimler der Stadt Lünen einen sechsstelligen Betrag, der höher ist als die Ausgleichszahlung, die nun mit diesem Betrag verrechnet wird. Mit der Annahme der Änderung durch den Rat wird die Umsetzung des Tauschgeschäftes nun abgeschlossen. Damit kann die Stadt das Gelände an den Bauverein weitergeben, der für sein Konzept die bestehenden Gebäude abreißen wird.

Nachhaltige Entwicklung ist das Ziel

Der Technische Beigeordnete Arnold Reeker betonte, dass der Bauverein in der Vergangenheit ein zuverlässiger Partner für die Stadt war, der ein großes Interesse habe, diese prominente Fläche zu entwickeln: "Die Entscheidung des Rates sehe ich zugleich als Auftrag an den Bauverein und an die Verwaltung, diesen wichtigen Stadteingang städtebaulich neu zu definieren. Zukunftsfähiges Wohnen und Arbeiten auf dem ehemaligen Mercedes-Grundstück sowie eine zeitgemäße Architektur unter Beachtung ökologischer Belange sollen auch noch in 50 Jahren als positiver Baustein für die Entwicklung Lünens wahrgenommen werden. Im direkt anschließenden Bebauungsplanverfahren sind in Abstimmung mit dem Bauverein entsprechende Regelungen zur Bebauung, zur Erschließung und auch zu ökologischen Fragen zu entwickeln. Die Empfehlungen der Expertenwerkstatt werden ebenfalls einfließen."

Bauverein war einziger Ineressent

Ende 2017 war Mercedes vom alten Standort an der Kreuzung Viktoriastraße/Kurt-Schumacher-Straße in das neues Autohaus am Lindenplatz umgezogen, die Eröffnung fand im Januar 2018 statt. Für die alte Fläche waren mehrere Perspektiven eröffnet und diskutiert worden und es hatte verschiedene Interessenten gegeben. Ein aktuelles und konkretes Angebot lag der Stadt zuletzt allerdings nur vom Bauverein vor.

 

Quelle: Pressestelle Stadt Lünen

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