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24. Juli 2019 Zurück

Bestattungshaus Schulte setzt auf „Pluspunkt Familie“

Martin Schulte und Magdalena Sieker stellten sich jetzt den Fragen von Anna Musinszki vom Bündnis für Familie (r.) und Sylke Schaffrin-Runkel (2. v. l.) von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna.

Flexible Arbeitszeiten, Kinderferienbetreuung im Betrieb oder eine bezahlte Freistellung im Pflegenotfall – die Möglichkeiten, mit denen Unternehmen ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen können, sind vielfältig. Mit dem Wettbewerb „Pluspunkt Familie“ des Bündnisses für Familie Kreis Unna erhalten Unternehmen 2019 zum fünften Mal die Möglichkeit, auch nach außen hin zu zeigen, was sie ihren Beschäftigten zu bieten haben. In diesem Jahr bewerben sich 22 Unternehmen und Institutionen um den Titel als familienfreundliches Unternehmen.

In den kommenden Wochen werden Vertreter vom Bündnis für Familie, der Kreisverwaltung Unna, dem Jobcenter Kreis Unna, der Arbeitsagentur und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna die Firmen besuchen und Informationen über das jeweilige familienorientierte Firmenengagement als Grundlage für die Juryentscheidung sammeln. Zum Start begrüßte das Bestattungshaus Martin Schulte GmbH in Bönen die interessierten Gäste.

Wichtig ist das Netzwerk

Damit zeigt er auch seinen wahren Beweggrund, sich regelmäßig am Wettbewerb zu beteiligen: Der Wettbewerb an sich ist dem Bönener Bestatter nämlich gar nicht wichtig. Schulte schätzt dagegen das Netzwerk, das durch den Wettbewerb entstanden ist: „Man tauscht sich bei Treffen und Seminaren aus, guckt, was andere für gute Ideen haben“, erklärt er. Martin Schultes „Wettbewerbsbeitrag“ und Beispiel für Familienfreundlichkeit im Betrieb in diesem Jahr ist die Auszubildende Magdalena Sieker.

Die gebürtige Polin ist 41 Jahre alt und Mutter einer Tochter. Sie suchte den Wiedereinstieg in den Beruf. Ihr polnischer Abschluss als Lebensmitteltechnikerin wird hierzulande nicht anerkannt, den Vorschlag der Arbeitsagentur, doch in die Pflege zu gehen, sagte ihr nicht zu, ihr schwebte eher eine Bürotätigkeit vor. Doch auf ihre Bewerbungen erhielt sie keine positive Resonanz. Beim Bestattungshaus Martin Schulte hatte sie dann einfach angeklingelt. Und sie konnte Martin Schulte prompt überzeugen, nach einem Praktikum im Unternehmen steht sie jetzt bereits im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau im Bestattungswesen.

Flexible Arbeitszeiten als wesentlich

„Was würden Sie sagen, was Ihnen hier hilft?“, fragt WFG-Vertreterin Sylke Schaffrin-Runkel. „Das hier ist ein echter Familienbetrieb, du bist nicht nur eine Kraft, die funktioniert“, sagt Rieker, „und ich kann immer fragen, ohne dumm auszusehen“.

Als besonders familienfreundlich empfindet die Auszubildende auch, dass Schulte die Möglichkeit bietet, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Das sei unter anderem wichtig, weil ihre 13-jährige Tochter beim Ex-Mann lebt. „Ich bin aber weiter in die Erziehung einbezogen, gehe zum Beispiel zu Elternsprechtagen“, erklärt Sieker. Arbeitgeber Martin Schulte dagegen freut sich, eine engagierte Auszubildende zu haben, die ihre eigene Lebenserfahrung mit in den Beruf einbringen kann.

Ansprechpartner/in

Elke Böinghoff

Elke Böinghoff

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