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08. April 2019 Zurück

Competentia: Mit Rückenwind in Phase Drei

An fünf Tischen wurde im zweiten Teil des Auftakts engagiert diskutiert. Foto: Ursula Dören/Wirtschaftsförderung Dortmund Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Zum Auftakt der dritten Projektphase diskutierten in Haus Opherdicke rund 40 Besucherinnen und Besucher die neuen Pläne des Competentia-Kompetenzzentrums Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet. Das Team des Kompetenzzentrums stellte seine neuen Pläne vor und die Wirtschaftsförderungen aus Dortmund und dem Kreis Unna eröffneten als regionale Trägerinnen die Auftaktveranstaltung.

Viel Luft nach oben

Unternehmen beklagen oft den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Gleichzeitig gibt es ein großes Potenzial von hochqualifizierten Frauen. In Nordrhein-Westfalen liegt die Beschäftigungsquote von Frauen bei 52,5 %. Das ist bundesweit die zweitniedrigste Quote von Frauen. Im Westfälischen Ruhrgebiet liegt sie sogar noch darunter.

Besonders niedrig ist der Anteil von Frauen in sogenannten Zukunftsbranchen. Angesichts zunehmender Digitalisierung ist das ein kaum hinzunehmender Zustand. Seltener als anderswo vertreten sind Frauen auch in Führungspositionen in der Region.

Für die Wirtschaft gilt es hier ein großes Potenzial an Fachkräften zu erschließen. Dabei will das Kompetenzzentrum auch künftig kleine und mittlere Unternehmen unterstützen. Daher stehen die beiden regionalen Trägerinnen engagiert hinter dem Kompetenzzentrum. Anita Flacke, Leiterin der Fachkräftesicherung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna begrüßte die Teilnehmenden als Gastgeberin. Pascal Ledune, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, wies auf Forschungen zu Megatrends wie Womanomics hin, die nachweisen, dass eine stärkere wirtschaftliche Beteiligung von Frauen dem Wohl der gesamten Wirtschaft dient.

Ein Blick zurück

Im Jahr 2012 startete das Kompetenzzentrum Frau und Beruf im Westfälischen Ruhrgebiet. Im Jahr 2015 begann die zweite Projektphase, in der das Team insgesamt 125 kleine und mittlere Unternehmen dabei beraten und unterstützt hat, eine familienfreundlichere und frauenfördernde Personalpolitik zu etablieren. In insgesamt 34 Workshops oder Netzwerktreffen hat das Team mit 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Aspekte der beruflichen Gleichstellung und der Fachkräftesicherung gesprochen. Darüber hinaus sind verschiedene Informationsmedien entstanden: Vier Kurz-Videos mit Beispielen zur Fachkräftesicherung sowie vier Broschüren und ein Booklet.
Highlight der letzten Projektphase waren etwa die Workshopreihe mit Nachspiel, das Projekt für qualifizierte, geflüchtete Frauen – PerMenti, Minijobumwandlungen, die MatchWorkParty, die Wettbewerbe PLUSPUNKT FAMILIE und TEQ sowie die Unternehmenstage 2018 zum Abschluss.

Der Blick nach vorn

Auch in der neuen, der dritten Projektphase von Competentia werden einige der bestehenden Formate wie die beliebten Workshops mit Nachspiel oder die MatchWorkParty fortgesetzt. Neue, wie der LunchTalk oder eine BarSession kommen dazu.

Insgesamt konzentrieren sich die Aktivitäten des Kompetenzzentrums in den kommenden drei Jahren auf folgende vier Schwerpunkte:
1. Attraktiv für weibliche Fachkräfte. Wie kleine und mittlere Unternehmen weibliche Fachkräfte gewinnen und langfristig ans Unternehmen binden können.
2. Beruf und Familie unter einem Hut. Wie kleine und mittlere Unternehmen die Vereinbarkeit von Privatleben und Job verbessern können.
3. Frau • Innovation • Technik. Wie sich kleine und mittlere Unternehmen die innovativen Potenziale von technikaffinen Akademikerinnen sichern.
4. Mehr Frauen in die Chefsessel. Wie kleine und mittlere Unternehmen qualifizierten Frauen den Sprung in Führungsetagen erleichtern können.

Weiblichen Nachwuchs für das Handwerk begeistern, beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die Männer in den Blick nehmen und mit bestehenden Projekten kooperieren, das waren einige der Anregungen des Publikums zu den Plänen des Kompetenzzentrums.

 

-Beate Fleck-

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Elke Böinghoff

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