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27. Mai 2020 Zurück

Corona: Folgen für die Ausbildung abfedern

Die Partner der Allianz verständigten sich unter anderem darauf, dass Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten können. Foto: Anastasia Gepp/Pixabay

Aus Sorge vor einem Einbruch bei Ausbildungsplätzen wollen Bund und Länder mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden konkrete Maßnahmen für ihre Absicherung beschließen. Von einer noch gezielteren und digitaleren Beratung und Vermittlung bis hin zu befristeten Übernahmeprämien: Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die helfen sollen, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Ausbildung abzumildern.

Das vereinbarte Paket solle dazu beitragen, "bestehende Ausbildungsverträge zu erhalten und neue Ausbildungsangebote zu ermöglichen", fasst Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Zielrichtung der Maßnahmen zusammen.

Einstiegsqualifizierung und Lehrstellenbörse

"Wir werden den Ausbildungsmarkt genau beobachten und Unternehmen gezielt nach Region, Branche und Betriebsgröße dort unterstützen, wo Ausbildung ohne Hilfe von außen nicht mehr möglich ist", skizziert er die Zielrichtung.

"Vor allem für leistungsschwächere Bewerber ist in diesem Jahr die Chance einer Einstiegsqualifizierung wichtig, um schnell in einen Betrieb zu gelangen und möglichst rasch in ein Ausbildungsverhältnis zu wechseln", so Schweitzer.

Virtuelle Speed Datings und Einsatz für Abschlussprüfungen

"Die Kammern und Verbände werden zum Beispiel virtuelle Speed Datings ausprobieren, die Kammern ihre Lehrstellenbörsen ausbauen und sich intensiv dafür einsetzen, dass Azubis trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Abschlussprüfungen ablegen können."

Konkret verständigten sich die Partner der Allianz unter anderem darauf, dass Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten können. Zudem sollen Betriebe zur Stabilisierung des Ausbildungsjahres 2020/21 die Vorteile der Verbundausbildung und der Auftragsausbildung stärker nutzen können. Außerdem wollen die Allianzpartner Jugendliche und Betriebe – auch mit mehr digitalen Formaten - im kommenden Ausbildungsjahr noch gezielter beraten und vermitteln.

Die Allianzpartner werden die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie weiter verfolgen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes ergreifen.

Weiterführende Informationen über die Allianz für Aus- und Weiterbildung und ihre Partner gibt es unter www.bmwi.de.

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