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23. Juli 2019 Zurück

Der "Innovator des Jahres 2019" kommt aus dem Kreis Unna

v. l. n. r.: Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, Vorstandsvorsitzender Jens Wagener und Vorstand Wolfgang Neuhaus vor dem Kubus LÜNTEC. Foto: itemis AG

Die Lünener itemis AG hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 in ihrer Größenklasse (Unternehmen mit 51 bis 200 Mitarbeitern) den ersten Platz errungen. Das Unternehmen wurde deshalb vom Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet.

Ein Arbeitstag nur für Innovation

Das Unternehmen mit 198 Mitarbeitern in Deutschland sowie mit weiteren Standorten in der Schweiz, Frankreich und Tunesien überzeugt mit einer außergewöhnlichen innovationsfördernden Kultur. Eine Schlüsselkomponente darin ist das bereits seit der Gründung praktizierte „4+1-Arbeitszeitmodell“, welches die itemis AG selbst entwickelt hat: Den Mitarbeitern steht ein voller Arbeitstag pro Woche zur persönlichen Weiter-, Aus- oder Fortbildung oder zur Arbeit an eigenen innovativen Projekten zur Verfügung. Die Innovationskultur beschränkt sich jedoch keineswegs auf die Binnenperspektive: Vielmehr spielen Kooperationen (beispielsweise im Verein vaLUE e.V.), Forschungsprojekte (seit 2005 insgesamt 22) und soziales Engagement eine zentrale Rolle.

So auch das Projekt “Programmieren mit Kindern”. An der Schule am Lüserbach haben Mitarbeiter der itemis AG den Kindern von zwei vierten Klassen und ihren Lehrerinnen das Programmieren auf spielerische Weise näher gebracht. So hilft die itemis AG, die Digitalisierung voranzutreiben und dem immer noch vorherrschenden Fachkräftemangel an der Wurzel entgegenzuwirken - denn IT ist schon lange nicht mehr nur etwas für “Nerds”.

Man muss die Feste feiern...

Zurück zum Innovationsklima der itemis AG: Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns konnte vor Ort direkt am “Food Friday” teilnehmen, an dem immer freitags von Mitarbeitern für Mitarbeiter gekocht wird. Am Rande sei erwähnt, dass an diesem Freitag die Zutaten von der Firma Stolzenhoff kostenlos bereitgestellt wurden: Der Wert wird von der itemis AG an die Neven Subotic Stiftung gespendet. Dieses Mal wurden ganz “klassisch” Würstchen und Steaks gegrillt, allerdings war von Flädlesuppe über Dönertaschen samt eigenem Fleischspieß bis hin zu Reibeplätzchen schon fast alles dabei.

Neben dem 4+1-Arbeitszeitmodell und dem freitäglichen Kochen bietet die itemis AG natürlich auch ein umfassendes Sportprogramm - zu welchem sogar ein eigenes Eishockey-Team gehört - und die Möglichkeit, seinen Hund ins Büro mitzubringen. Am Standort Hamburg gibt es sogar ein eigenen “Feel-Good-Manager”, der sich nur um das Wohlergehen der Belegschaft kümmert.

"Ja, und" statt "Ja, aber"

Um Innovationen zu ermöglichen und nicht im Keim zu ersticken bedarf es allerdings auch einer Fehlerkultur, die Scheitern zulässt und eine Einstellung, die neue Ideen nicht direkt im Keim erstickt: Daher lebt die itemis AG das “Ja, und…”-Prinzip, anstatt alles Neue mit “Ja, aber…” direkt abzuwerten oder zu kritisieren. Dieses Prinzip wurde innerhalb eines Design-Thinking-Workshops für itemis weiterentwickelt, welche ebenso wie agile Projektmanagement-Methoden seit Jahren zu den Innovationsanstrengungen von itemis zählen.

Zu den geschilderten Maßnahmen erläutert Jens Wagener, Vorstandsvorsitzender von itemis: „Innovationen kann man nicht planen. Deswegen ist es auch keine Aufgabe der Geschäftsleitung, die Innovationen zu erbringen. Unsere Aufgabe ist es für ein Klima zu sorgen, für eine Kultur zu sorgen, in der Innovationen entstehen können. Das haben wir in der Vergangenheit ganz gut geschafft.“
Bürgermeister Kleine-Frauns war begeistert und bestätigt, dass mit der itemis AG eine echte Erfolgsgeschichte ihren Ursprung und Sitz in Lünen hat. „Ich kann Ihnen bestätigen, dass die Lüner Bürger die Strahlkraft eines solch innovativen Unternehmens wahrnehmen. Die Innovationsanstrengungen von itemis sind herausragend und nun mit der Auszeichnung zum “Innovator des Jahres 2019” entsprechend gewürdigt worden.”

Ansprechpartner/in

Elke Böinghoff

Elke Böinghoff

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