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29. Oktober 2019 Zurück

Ein Traum lebt auf: Zuganbindung für Bergkamen

Mal eben mit der S-Bahn nach Hamm - mit einer Reaktivierung der Hamm-Osterfelder Bahn könnte auch Bergkamen wieder an das regionale Schienennetz angebunden werden.

Christiane Reumke mit einem Foto des ehemaligen Bahnhofs Oberaden. Hier ist heute eine Buchhandlung untergebracht. Fotos: Werner Reumke

Schon seit Jahrzehnten träumen in Bergkamen Wirtschaft, Politik und viele Bürgerinnen und Bürger von einem Bahnanschluss. An die ehemaligen Bergkamener Bahnhöfe in Oberaden und an der Werner Straße erinnern sich nur noch wenige, doch immer wieder keimt Hoffnung auf. Als die Deutsche Bahn im Sommer 2018 baustellenbedingt den regionale Personenverkehr über die Güterbahnstrecke der Hamm-Osterfelder Bahnlinie laufen ließ, dachten viele: Geht doch!

Denn die Strecke für den Personenverkehr zu reaktivieren, schien lange aussichtslos, da die Bahn immer wieder erklärt hatte, dass die Verbindung durch den Güterverkehr ausgelastet sei und hinsichtlich der Ausstattung auch nicht für einen Personenverkehr in Frage komme.

Eine bemerkenswerte Aktion zur Reaktivierung der Bahnstrecke erfolgte aber jetzt: Der Verkehrsverein Suderwich/Essel ergriff die Initiative, mietete einen historischen Triebwagen, den "Ruhrsprinter", an und lud Vertreterinnen und Vertreter der an der Strecke befindlichen Kommunen zur Teilnahme an einer "Testfahrt" am 12. Oktober ein.

Für die Stadt Bergkamen mit dabei Christiane Reumke, zuständig für das Bauprojekt Wasserstadt Aden auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden in Oberaden. Denn gerade hier wäre ein Bahnanschluss natürlich ein "Sahnehäubchen" für die zukünftigen Bewohner*innen und Unternehmen, die sich hier ansiedeln sollen. Im WDR-Interview wies sie darauf hin, wie umständlich es zurzeit für Bergkamener Bürger*innen sei, einen Bahnhof zu erreichen. Die nächstgelegenen befinden sich in Kamen, mit Anschluss ins Ruhrgebiet, oder Werne oder Lünen mit Anschlüssen ins Münsterland.

Bürgermeister Roland Schäfer äußerte sich dazu auf Facebook: "Interessante Demonstration zur Wiederbelebung der Hamm-Osterfelder-Bahn. Haltepunkte in Bergkamen wären gut machbar! Schade, dass die offiziellen Verfahren so unendlich lange dauern!"

Info Hamm-Osterfelder Bahn

Am 29. Mai 1983 erfolgte die Stilllegung der Hamm-Osterfelder Bahn für den Personenverkehr. Die Verbindung begann ursprünglich in Oberhausen, führte über Herten, Recklinghausen bis hin zum Endbahnhof Hamm. Die Bahnstrecke war im 2. Weltkrieg in der Region einer der Hauptangriffsziele für Flugangriffe der Alliierten, da der Endpunkt, der Rangier- und Güterbahnhof in Hamm, damals der größte Europas und entsprechend "kriegswichtig" war.

 

eb

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