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10. August 2022 Zurück

Eröffnung der Gärtnerei Stadtgemüse - Solidarische Landwirtschaft in Werne

Eröffnung der Gärtnerei Stadtgemüse mit Gründer Laurin Berger (Mitte) und WFG-Gründungsberaterin Silke Höhne (2. v. r.). Foto: WFG Anita Lehrke

Seit 70 Jahren wurden die Ackerflächen der Firma Grunewald in Werne Stockum als Baumschule genutzt. Nun wurden die Grünflächen dem studierten Ökolandwirt und Gemüsegärtner Laurin Berger zur Pacht übergeben. Mit einer solidarischen Landwirtschaft baut der passionierte Bio-Gärtner hier eine lokale, ökologische Gemüseversorgung in Werne auf.

„Wir freuen uns, die gärtnerische Nutzung unserer Böden in junge Hände übergeben zu können“, sagen die Gebrüder Jürgen und Dieter Grunewald, die die Baumschule in zweiter Generation weiterführten. Bei der offiziellen Übergabe der Flächen am Dienstag, 9. August wird bei einer Ackerbegehung gezeigt, wie hier eine produktive Vielfaltsgärtnerei entstehen soll. Schon ab März kommenden Jahres sollen auf diesem Land bis zu 100 Haushalte mit frischem Gemüse, Kräutern und mehr versorget werden.

Solidarische Landwirtschaft, kurz SoLaWi genannt, funktioniert anders, als traditionelle Gärtnereien.Sie lebt von einem direkten Zusammenschluss der Verbraucher mit einem landwirtschaftlichen Betrieb. Anstatt einzelne Produkte mit einem Preis zu versehen, tragen die Verbraucher und der Landwirt gemeinsam die Kosten der Produktion. Jeder Teilnehmer, der hier Ernteteiler genannt wird, erhält das ganze Jahr lang einen Teil der Ernte.

„Das Gemüse verliert seinen Preis und erhält seinen Wert zurück“, beschreibt Gemüsegärtner Laurin Berger das Prinzip. Die Gärtnerei Stadtgemüse setzt dabei auf Vielfalt. Bis zu 60 verschiedene Gemüse- und Kräuterarten sowie einige Obstarten sorgen für reichlich Abwechslung auf dem Speiseplan und stellen eine Versorgung für fast das ganze Jahr sicher. „Vielfalt ist unsere Risikoversicherung“, sagt Laurin Berger. „Wir sind vielen natürlichen Faktoren ausgesetzt, aber bei einer so großen Vielfalt gibt es immer etwas zu ernten!“

„Es ist immer wieder schön, einen Gründer auf seinem Weg von der ersten Geschäftsidee bis zur Marktreife zu begleiten. Für das der WFG entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich bedanken.Für den Start und das gute Gedeihen der Gärtnerei Stadtgemüse wünsche ich alles erdenklich Gute“, so Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG).

Matthias Stiller, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Werne, begrüßt die Entstehung einer solidarischen Landwirtschaft: „Die Gärtnerei Stadtgemüse bereichert die Region mit einem nachhaltigen Angebot, dass über Gemüse weit hinausgeht. Unser Ziel ist es, diese Gründung weiterhin eng zu begleiten und zu unterstützen. Daher prüfen wir zusätzliche Fördermöglichkeiten.“

Die Klimainitiative Natürlich!Werne begleitet die Gründung ebenfalls von Beginn an. Natürlich!Werne unterstützt den Klimaschutz mit Projekten, die für mehr Lebensqualität der Bürger sorgen und ein besseres Klima erzeugen. „Lokal erzeugtes Gemüse und ökologische Landwirtschaft sind genauso wichtig für den Klimaschutz wie der Ausbau von regenerativer Energie mit Solaranlagen auf Wernes Dächern“, beschreibt Uta Kurz, Vertreterin der Initiative, ihre Motivation, eine solidarische Landwirtschaft voranzutreiben.

In Werne Stockum beginnt die Gärtnerei Stadtgemüse mit den Vorbereitungen der ersten Saison. Ab März 2023 sollen 100 Haushalte wöchentlich ihren Gemüseanteil direkt ab Feld abholen können. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Samstag, 13.08. um 15 Uhr zur Begehung der Gärtnereiflächen nach Stockum zu kommen. „Hier entsteht mehr als ein Gemüsegarten, sondern auch ein Lern- und Begegnungsort“, erklärt Laurin Berger.

Weitere Informationen unter www.solawi-werne.de.

Quelle: Gärtnerei Stadtgemüse

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