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22. Februar 2020 Zurück

Es geht voran: Gigabit auch für die „Kleinsten“

Stellten gemeinsam den Fahrplan für die Gigabit-Anbindung der Schulen vor: Helinet-Geschäftsführer Dr. Thomas Vollert, Beigeordnete Ingelore Peppmeier aus Kamen, Simone Reichert aus der Wirtschaftsförderung, Matthias Pomplun, Prokurist von Helinet, Elke Kappen, Bürgermeisterin von Kamen, Friedhelm Bosse-Wyczisk, Gigabitkoordinator vom Kreis Unna, Volker Marquardt und Walter Kärger stellvertretender Betriebsleiter Breitband, Bergkamener Beigeordnete Christine Busch, Kämmerer Marc-Alexander Ulrich und Bürgermeister Roland Schäfer. Foto: Böinghoff

Glasfaseranschlüsse für Privathaushalte und Gewerbegebiete, aber was ist mit denen, die später damit einmal leben und arbeiten können sollten? Tatsächlich wurden ausgerechnet Schulen von Förderprogrammen zum Breitbandausbau eher stiefmütterlich betrachtet, ein einfacher Internetanschluss reiche doch aus. Diese Haltung hat sich zum Glück geändert. Bergkamen und Kamen haben im Januar den Förderbescheid zum Breitbandanschluss von insgesamt neun Schulstandorten aus dem Landesprogramm „Gigabit-Anbindung Schulen“ erhalten. Jetzt wurde der weitere Projektablauf vorgestellt.

Das vor fünf Jahren vom Bund konzipierte „Weiße Flecken“-Programm umfasste immer noch nicht alle Schulstandorte, daher legte das Land NRW zusätzlich das Förderprogramm „Gigabit-Anbindung Schulen“ auf. Mithilfe dieses Programms wird es nun bis Ende 2021 möglich sein, die Schulen mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen.

Schulen – zum Beispiel alle Bönener Schulen, deren Breitbandversorgung durch das „Weiße Flecken“-Programm gefördert wird, müssen sich bis maximal 2024 gedulden, „das liegt an den umfangreicheren Förderrichtlinien des Bundesprogramms“, erläutert dazu WFG-Gigabitkoordinator Friedhelm Bosse-Wyczisk. Aber dann werden alle, wirklich alle, Schulen im Kreis Unna über einen Anschluss verfügen und es wird endlich Chancengleichheit herrschen.

In Bergkamen werden durch das Landesprogramm die Schiller-, Jahn- und Preinschule ebenso wie die Overberger Grundschule einen Anschluss erhalten. In Kamen werden die Schulen außerhalb der Mitte erschlossen. Dazu gehören neben der Astrid-Lindgren-Schule in Heeren, die Eichendorff- und Jahnschule, sowie die Südschule am Haupt- und Teilstandort. Das Land fördert in Kamen knapp 656.000 Euro, die zu hundert Prozent übernommen werden, da sich Kamen noch in der Haushaltssicherung befindet. Bergkamen erhält 551.000 Euro mit einem Eigenanteil von circa 138.000 Euro.

Federführend bei der Umsetzung des Landesprogramms ist der Eigenbetrieb BreitBand Bergkamen, die HeliNet wird das Projekt umsetzen, die GSW übernimmt dabei die erforderlichen Tiefbauarbeiten. Die HeliNet übernimmt anschließend den Netzbetrieb nach Fertigstellung der Baumaßnamen.

Damit ist der bevorstehende Ausbau des Glasfasternetzes ein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit, die durch den Gigabitkoordinator der WFG begleitet und unterstützt wurde.

Neben der technischen Seite muss auch die pädagogische in diesem Zeitrahmen abgeschlossen werden. Die jeweiligen Beigeordneten Ingelore Peppmeier (Kamen) und Christine Busch (Bergkamen) betonten die Bedeutung der digitalen Grundstruktur. WLAN für alle, Cloud-Anwendungen, der Einkauf und Einsatz moderner Lernsoftware oder der Kauf von mobilen Endgeräten – die Schulen sind jetzt in der Pflicht, ein tragfähiges und nachhaltiges pädagogisches Konzept zu erstellen, mit dem die Schüler*innen an die Möglichkeiten der Gigabitnutzung herangeführt werden können.

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