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30. August 2019 Zurück

Ferienzeit prägt die Arbeitsmarkt-Entwicklung

Quelle: Stadt Lünen

Im Kreis Unna stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 150 auf 14.580. Im Vergleich zu August 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 681 Personen (-4,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent.

„Wir erleben die saisontypische Arbeitsmarktentwicklung im Sommer“, so Thomas Helm, Leiter der Hammer Arbeitsagentur. „Insbesondere von Schul- und Ausbildungsabsolventen gab es viele Neumeldungen, was zu einem Plus von knapp vier Prozent allein bei den unter 25-Jährigen führte. Dies ist aber nur ein vorübergehender Effekt, der sich im Herbst gegenläufig entwickeln wird, denn der Markt ist stabil und sehr aufnahmefähig, besonders für junge Fachkräfte“.

Der Anstieg an Arbeitslosen aus anderen Personengruppen falle laut Helm für einen Sommermonat unkritisch aus. Es zeige sich: „Die Sommerferienzeit führt nicht mehr in dem Maße zu Entlassungen, welches wir aus früheren Jahren gewöhnt sind. Dafür ist der sich immer deutlicher abzeichnende Fachkräftemangel verantwortlich. Betriebschefs trennen sich auch in auftragsärmeren Zeiten nicht mehr leichtfertig von guten Mitarbeitern, aus Sorge, später keinen adäquaten Ersatz zu finden.“

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)

Der Bestand an Arbeitslosen in dieser Gruppe ist im Vergleich zum Vormonat um 146 Personen gestiegen. Das sei aber nicht außergewöhnlich, weiß Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, und erklärt: „Der Anstieg der Arbeitslosen ist sicherlich auf die Ferienzeit zurückzuführen. Eine Entwicklung, die sich auch schon im Vorjahr mit einer leichten Erhöhung im August zeigte.“

Der Jobcenter-Geschäftsführer spricht von einem saisonbedingt normalen Anstieg und sieht die Gesamtentwicklung des vergangenen Jahres: „Ich freue mich, dass wir im August 2019 insgesamt 779 arbeitslose Menschen im Jobcenter Kreis Unna weniger verzeichnen als noch vor einem Jahr (-7%).“

Erfreuliches aus Lünen

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen ist in Lünen auf 25.192 angestiegen. Das meldet das Wirtschaftsförderungszentrum Lünen und beruft sich dabei auf die Statistik des Landesbetriebs für Information und Technik NRW. Stichtag war der 30. Juni 2018. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der Arbeitsplätze damit um knapp sieben Prozent angestiegen. Die Beschäftigtenzahl lag zuletzt im Jahr 1977 noch etwas höher.

Seit 2008 ist die Zahl der Arbeitsplätze in Lünen um rund 30 Prozent angestiegen. Von den 25.192 Arbeitsplätzen befinden sich 71 Prozent im Dienstleistungsgewerbe und 28 Prozent im produzierenden Gewerbe. In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe zwar von 32 auf 28 Prozent gefallen, aber der Anteil im Dienstleistungsbereich ist dafür von 67 auf 71 Prozent angestiegen.

"Der prozentuale Anteil der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe ist zwar rückläufig, absolut ist die Beschäftigtenzahl in diesem Sektor in den letzten zehn Jahren aber von 6.278 auf 7.171 gestiegen", sagt Eric Swehla, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungszentrums Lünen. "Das produzierende Gewerbe ist wichtig für unsere Wirtschaftsstruktur, da es ein bedeutsamer Auftraggeber für die Dienstleistungsbranche ist. Und besonders erfreulich ist, dass Lünen von 2017 auf 2018 mit Abstand prozentual den höchsten Beschäftigungsanstieg im östlichen Ruhrgebiet verzeichnen konnte", so der Wirtschaftsförderer weiter.

Auf den weiteren Plätzen folgen Dortmund, Selm und Werne mit jeweils gut drei Prozent Wachstum zwischen 2017 und 2018. Laut Swehla steht jedoch zu befürchten, dass mangels ausreichender Flächen der Anstieg der Arbeitsplätze nicht weiter fortgesetzt werden kann.

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Elke Böinghoff

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