News

14. März 2019 Zurück

Finanzielle Unterstützung beim Kohleausstieg gefordert

Stefan Schreiber (l.), Lothar Christ (2.v.l.), Roland Schäfer (2.v.r.) und WFG-Chef Dr. Michael Dannebom (r.) suchten in Berlin unter anderem das Gespräch mit NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Bergkamens Bürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) Roland Schäfer, Wernes Bürgermeister Lothar Christ und WFG-Chef Dr. Michael Dannebom, sind jetzt der Einladung der IHK NRW zum Parlamentarischen Abend nach Berlin gefolgt. Die Delegation aus dem Kreis Unna, die von Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, begleitet wurde, nutzte die Stippvisite in der Hauptstadt, um das Gespräch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Sachen Kohleausstieg zu suchen.

„Uns treibt die Frage um, wie der Ausstieg aus der Kohleverstromung im Kreis Unna bewältigt werden kann und welche Auswirkungen der aktulle Beschluss der Kohlekommission für die Region hat", so Dr. Michael Dannebom. Mit der Schließung von vier Steinkohlekraftwerken in Werne (1), Bergkamen (1) und Lünen (2) gehen im Kreis Unna nach aktuellen Schätzungen bis zu 1.000 Arbeitsplätze verloren, die es zu kompensieren gilt.

„Nach derzeitigem Stand sieht es allerdings so aus, dass die zugesagten Milliarden des Bundes, die nach NRW fließen, nahezu ausschließlich für die rheinischen Braunkohlereviere vorgesehen sind und aktuell unklar ist, inwieweit auch für die zu schließenden Steinkohlekraftwerksstandorte Mittel eingeplant sind", berichtet Dannebom von dem Treffen in Berlin.

Doch er und die beiden Bürgermeister Schäfer und Christ geben sich weiterhin kämpferisch: „Wir bleiben dran und werden alles dafür tun, dass die bereits von Landrat Michael Makiolla geäußerten Erwartungen nach finanzieller Hilfe sowohl in Düsseldorf als auch in Berlin berücksichtigt werden. Schließlich ist die geplante Stilllegung der vier Steinkohlekraftwerke mit enormen Herausforderungen verbunden." Denkbar ist derzeit eine Nachnutzung der riesigen Areale als Industrie- und Gewerbeflächen zur Schaffung neuer Jobs sowie der Ersatz der Kohleblöcke durch moderne Gaskraftwerke. „Doch diese Aufbereitung der Flächen ist mit enormen Kosten verbunden", so Dannebom, Schäfer und Christ abschließend.

Ansprechpartner/in

Ute Heinze

Ute Heinze

T
+49 2303 27-2690

Wirtschaftsförderung Kreis Unna

Friedrich-Ebert-Straße 19
59425 Unna
Postfach 20 22
59410 Unna

Tel.:02303 271690
Fax:02303 271490

postwfg-kreis-unnade
www.wfg-kreis-unna.de