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23. Juni 2020 Zurück

Flammender Appell

Der Förderturm der Zeche Monopol am Technopark in Kamen setzte ebenfalls ein Zeichen. Foto: Böinghoff

Night of Light machte auf Krise der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam

Mit einer Beleuchtungsaktion hatt die Event- und Veranstaltungsbranche bundesweit und auch im Kreis Unna auf die schwere Krise aufmerksam, in der sie sich wegen Corona befindet. Die Aktion trägt den Titel "Night of Light" und fand in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni, statt. Dabei haben über 5.000 teilnehmende Unternehmen in ganz Deutschland über 5.000 Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminiert. Auch Veranstaltungsfirmen aus dem Kreis Unna machten mit. So wurde der Unnaer Marktplatz rot ausgeleuchtet, der Förderturm der Zeche Monopol in Kamen oder das Alte Rathaus in Werne.

In Lünen baten die Teilnehmer im Vorfeld der Aktion Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns um Unterstützung. Dieser äußerte Verständnis: "Der Veranstaltungswirtschaft hat die Corona-Krise mit den vielen Einschränkungen die Existenzgrundlagen entzogen. Das haben ja auch wir als Stadt zu spüren bekommen, beispielsweise beim Heinz-Hilpert-Theater." Auch die Lünsche Mess hatte die Stadt in dieser Woche absagen müssen.

Vor diesem Hintergrund bittet der Bürgermeister um Solidarität mit der Veranstaltungsbranche: "Es ist gut, dass die Akteure jetzt ein Zeichen setzen und auf sich aufmerksam machen. So erfahren viele Lünerinnen und Lüner, dass es hier ein Problem gibt. Direkte Hilfe ist vor dem Hintergrund der Regelungen, die meist auf Landes- und Bundesebene politisch diskutiert und beschlossen werden, nicht immer einfach. Aber wenn wir als Stadtverwaltung Hilfestellungen geben können, tun wir das."

Initiator der Aktion ist der Essener Geschäftsmann Tom Koperek. Er wählt in einer Pressemitteilung drastische Worte: "Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich. Unser Ziel ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann. Die Veranstaltungswirtschaft ist eine komplexe Branche, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint. Aus diesem Grund hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby."

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