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30. September 2019 Zurück

Herbstbelebung macht sich bemerkbar

Im Kreis Unna ging die Zahl der Arbeitslosen nach dem Ende der Ferienzeit im September um 461 auf 14.119 zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit damit um 558 Personen (-3,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,3 Punkte auf aktuell 6,6 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna zeigte im September den erwarteten Herbstaufschwung, der jedoch nicht ganz so ausgeprägt war wie noch im Vorjahr“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung. „Alle Personengruppen profitieren davon, insbesondere aber die Jüngeren, deren Zahl sich allein im September um fast neun Prozent reduziert hat“.

Die wieder anziehende Kräftenachfrage sorgt dafür, dass inzwischen über 4.100 offene Stellen gemeldet sind. „Dieser große Bedarf an qualifizierten Fachkräften kann nur zu einem kleinen Teil aus dem Personenkreis der arbeitslos Gemeldeten gedeckt werden. Es müssen auch Beschäftigte in den Betrieben weiterqualifiziert werden. Hierfür hat die Arbeitsagentur mit dem Qualifizierungs-chancengesetz in diesem Jahr weitere Möglichkeiten bekommen, die Fortbildung geeigneter geringqualifizierter Arbeitnehmer zu Fachkräften zu fördern.“
Für Oktober rechnet Helm mit einer Fortsetzung der günstigen saisonalen Entwicklung.

Unterbeschäftigung
Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 19.142 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 241 Personen (-1,2 Prozent) weniger als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren noch 1.303 Personen mehr unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 8,8 Prozent.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.
Im Berichtsmonat meldeten sich 1.016 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 40 Personen (-3,8 Prozent) weniger. Im Vergleich zu September 2018 waren es 54 Personen (5,6 Prozent) mehr.
Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 985 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 54 mehr als im Vormonat (+5,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es neun Personen (+0,9 Prozent) mehr, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.041 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 8,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich ging der Bestand um-6,1 Prozent zurück.
Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im September wurden 3.036 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 72 Personen gegenüber dem Vormonat (-2,3 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 49 ältere Arbeitslose mehr. Insoweit war es eine Abnahme um 1,6 Prozent.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.580 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 121 Arbeitslose (-3,3 Prozent) weniger als im Vormonat.

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Im Vergleich zum Vormonat stieg im September die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 71 auf 1.024. Damit hatten im Berichtsmonat 7,3 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.428 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)
Bei der Agentur für Arbeit waren 4.038 Arbeitslose gemeldet, 131 (-3,1 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren es dagegen 206 Personen (+5,4 Prozent) mehr.
Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)
Im laufenden Monat waren mit 10.081 Arbeitslosen 330 Personen weniger im Jobcenter Kreis Unna gemeldet als im Vormonat August (-3,2 Prozent).

„In diesem Monat konnten erfreulicherweise viele unserer Kunden eine neue Beschäftigung aufnehmen, darunter Langzeitarbeitslose, Lebensältere oder junge Erwachsene. Wir unterstützen durch verschiedene Förderangebote regionale Unternehmen bei der Einstellung von Bewerbern aus unserem Kundenkreis. Daher rechne ich auch in den kommenden Wochen mit einer anhaltend rückläufigen Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Die gute konjunkturelle Lage unterstützt diese Entwicklung“, erklärt Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna. Der aktuelle September-Wert liegt mit -7,0 Prozent unter dem des Vorjahres.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In neun von zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat abgebaut werden. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bergkamen (-5,7 Prozent bzw. 126 auf 2.082). Danach folgen Schwerte (-4,7 Prozent bzw. 61 auf 1.244), Fröndenberg (-4,7 Prozent bzw. 26 auf 530), Kamen (-4,4 Prozent bzw. 73 auf 1.601), Holzwickede (-4,2 Prozent bzw. 19 auf 436), Lünen (-2,4 Prozent bzw. 105 auf 4.236), Selm (-2,3 Prozent bzw. 19 auf 801), Unna (-1,8 Prozent bzw. 33 auf 1.826) und Bönen (-1,0 Prozent bzw. sechs auf 589).
Nur in Werne (+0,9 Prozent bzw. sieben auf 774) stieg die Arbeitslosigkeit geringfügig an.

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen erhöhte sich im September beträchtlich um 230 (5,9 Prozent) auf 4.116. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 192 Arbeitsstellen (-4,5 Prozent) weniger. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 1.083 neue Arbeitsstellen, 108 (-9,1 Prozent) weniger als im September vor einem Jahr.

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Elke Böinghoff

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