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14. Januar 2020 Zurück

Hier ziehen alle gemeinsam an einem Glasfaserstrang

Gemeinsam anpacken lohnt sich: Kevin Proest und Dominik Niestegge (hinten v. l.) für Kommunikationstechnik Heming, Daniel Ruppelt (vorne v. l.) und Patrick Nettels für die Muenet GmbH, der städtische Beigeordnete Heinz-Günter Freck, WFG-Gigabitkoordinator Friedhelm Bosse-Wyczisk sowie Vegim Nuhaj vom ausführenden Tiefbauunternehmen griffen symbolisch zum Spaten. Hier wird bis zum Frühsommer das Glasfaserkabel für Bausenhagen verlegt. Foto: Drawe/Hellweger Anzeiger

Während allerorten für die Verlegung neuer Glasfaserkabel gebuddelt und gebaut wird, fühlen sich manche Orte schon abgehängt, bevor neue Telekommunikationsstandards überhaupt aktuell werden. „Da wo wenig Besiedlung ist, lohnt sich für die großen Unternehmen der eigenwirtschaftliche Ausbau nicht“, erläutert dazu Friedhelm Bosse-Wyczisk, Gigabitkoordinator der Wirtschaftsförderung Kreis Unna.

Doch zum Glück gibt es Alternativen, „der eigenwirtschaftliche Ausbau kann trotzdem gelingen, wenn sich alle einig sind!“, so Bosse-Wyczisk.

Bestes Beispiel: In Fröndenberg-Bausenhagen erfolgte jetzt der symbolische Spatenstich, um ab Frühsommer die Bausenhagener Häuser an das Glasfasernetz anzuschließen. Dazu war allerdings auch einige Vorarbeit nötig. „Mit der Coesfelder Muenet GmbH haben wir zum Glück einen Dienstleister gefunden, der bereits viel Erfahrung gerade im Bereich des eigenwirtschaftlichen Ausbaus in dünnnbesiedelten Regionen hat“, berichtet Friedhelm Bosse-Wyczisk.

Dienstleister mit Spezialaufgabe

Die Muenet GmbH hat sich in den vergangenen Jahren darauf spezialisiert, in NRW und Niedersachsen Glasfaserkabel dort verlegen zu lassen, wo große Unternehmen wie die Telekom vor dem Ausbau zurückschrecken. Da die Muenet ein kleines Unternehmen mit überschaubaren Strukturen ist und mit flexiblen Partnern zusammenarbeitet, rechnet sich für das Unternehmen der Ausbau am Ende doch. Bedingung ist aber immer, dass eine zuvor festgelegte Anzahl von Verträgen über die Versorgung mit Internet und Telefon mit einer Laufzeit von zwei Jahren zustande kommt. Nach zwei Jahren kann dann der Anbieter gewechselt werden, vorausgesetzt, der neue Anbieter zahlt an die MueNet die Nutzungsgebühr für das Glasfasernetz.

Informationsveranstaltung

Am 12. November lud die Muenet zu einer ersten Informationsveranstaltung in Bausenhagen ein und legte die Messlatte an: Mindestens 100 Verträge wollte sie mit den Bausenhagenern abschließen, um das Dorf in eigener Verantwortung an das Glasfasernetzt anzuschließen. Der Abend endete mit dem Abschluss von 20 Verträgen – der Anfang war gemacht!

„Danach haben die Bausenhagener kräftig die Werbetrommel gerührt und knapp drei Wochen später hatten schon 45 Hausbesitzer ihren Vertrag mit der MueNet geschlossen“, berichtet der Gigabitkoordinator, der den ganzen Prozess kontinuierlich begleitete. Zum Stichtag 29. November, zählte die Muenet dann 119 Verträge, womit klar war, dass der Ausbau und der Anschluss Bausenhagens erfolgen kann.

Nur zwei weiße Flecken bleiben

Zum Spatenstich am vergangenen Montag, 13. Januar, waren es bereits 134 Verträge, „damit bleiben wohl  nur zwei Häuser in ganz Bausenhagen ohne Anschluss“, zieht Friedhelm Bosse-Wyczisk eine sehr zufriedenstellende Bilanz. Die Bauarbeiten werden zügig vorangehen, ab Frühsommer kann dann in Bausenhagen blitzschnell im Internet gesurft werden.

 

Elke Böinghoff/WFG

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