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30. Juli 2019 Zurück

Jugendliche hatten Spaß im BayLab

Lernten viel Neues: Die Teilnehmer*innen am Ferienkurs von Bayer und der WFG hatten aber vor allem eine Menge Spaß. Fotos: Bayer

„Stell dir vor, es sind Ferien und wir kriegen’s nicht mit!“ Dieser Gedanke könnte kürzlich 21 Schülerinnen und Schülern aus Bergkamen und Umgebung durch den Kopf gegangen sein. Kaum das Zeugnis in der Tasche, waren sie schon wieder damit beschäftigt, knifflige Aufgaben zu lösen. Allerdings: diesmal ohne Noten und Prüfungsstress. Denn beim Ferienprogramm in der Bayer-Ausbildung, das in Zusammenarbeit mit dem zdi-Netzwerk Prespektive Technik der Wirtschaftsförderung Kreis Unna erstellt wurde, gab es keinerlei Leistungsdruck. Stattdessen standen Spaß und Abwechslung im Vordergrund. Um das zu erreichen, ließen sich Wissen und Geschicklichkeit in allen vier Bereichen der Ausbildung testen – im Labor, im Technikum und in der Metall- und Elektrowerkstatt.

Verbindung herstellen, Dichte bestimmen

Im Labor lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur einige neue Apparaturen kennen, sondern auch eine ihnen bislang unbekannte Substanz: Calciumcarbonat. Ein wichtiger Rohstoff für viele Produkte völlig verschiedener Branchen; unverzichtbar beispielsweise in der Papier- und Zementindustrie. Nachdem sie die weiße, pulverförmige Verbindung hergestellt hatten, bestimmten sie auch noch dessen Dichte. Weniger filigrane Tätigkeiten standen im Technikum auf dem Programm. Dort galt es eine Suspension – also ein Stoffgemisch aus Flüssigkeit und darin verteilten Festkörpern – zuzubereiten und beide Phasen per Filter wieder zu trennen.

„Dabei gab es ganz schön lange Wartezeiten. Aber so ist es in der Produktion eben; chemische Prozesse brauchen einfach ihre Zeit“, stellte Nils Oesterreich fest, der offenbar über Vorwissen verfügte und sich nicht davon überraschen ließ, wie unterschiedlich und vielfältig die Arbeiten in Labor und Technikum sind. Auch andere Teilnehmer des BayLab-Ferienprogramms stießen bei Bayer auf Bekanntes. Beispielsweise Burhan Tunc. „Mich hat die Elektrowerkstatt am meisten angesprochen. Ich habe auch schon ein Praktikum in einem Elektro-Handwerksbetrieb gemacht“, kann er sich eine spätere Tätigkeit in diesem Bereich gut vorstellen.

Lieber praktisch arbeiten als kompliziert rechnen

Damit bestätigte er eine Erfahrung, die Yannick-Lennart Gatz gemacht hat. Dem künftigen Elektroniker für Automatisierungstechnik – einer von acht Auszubildenden, welche die Schülergruppe betreuten – stellte fest, dass praktische Tätigkeiten am besten ankamen: „Komplizierte Berechnungen sind nun einmal nicht jedermanns Sache.“ Eine Beobachtung, die in die Vorbereitung des nächsten Ferienprogramms einfließen wird. Dann soll auch der Mädchenanteil höher sein. Denn der war diesmal der einzige Wermutstropfen: Angesichts von lediglich zwei Teilnehmerinnen bildeten Schülerinnen eine deutliche Minderheit.

Eingeladen zum BayLab-Ferienprogramm waren Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren aus dem Umfeld des Bayer-Standorts Bergkamen. Die Vorbereitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG), die die Aktion gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk Perspektive Technik organisierte, gefördert durch Mittel der Agentur für Arbeit und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die WFG übernahm auch die Bekanntmachung und Bewerbung der Aktion an Schulen und in den lokalen Medien, sodass die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr deutlich anstieg und erstmals alle zur Verfügung stehenden Plätze belegt waren.

 

Das zdi-Netzwerk Perspektive Technik

Das zdi-Netzwerk Perspektive Technik widmet sich mit vielfältigen Angeboten an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf der Nachwuchsförderung und Berufsorientierung für technikorientierte Branchen. Es wird von der Stiftung Weiterbildung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) koordiniert.  Workshops der MINT Berufs- und Studienorientierung (zdi-BSO MINT) werden von der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.

 

 

 

         

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Elke Böinghoff

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