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03. Mai 2022 Zurück

Kreis Unna: Arbeitslosigkeit sinkt leicht

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 170 auf 14.269. Im Vergleich zu April 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.371 (-14,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,7 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,8 Prozent.

„Im April hat die Frühjahrsbelebung noch einmal einen deutlichen Schub gemacht und für sinkende Arbeitslosigkeit in fast allen Personengruppen und über beide Rechtskreise hinweg gesorgt“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung im Kreis Unna im vergangenen Monat. Damit seien heute fast 2.400 Menschen weniger arbeitslos als noch vor einem Jahr und sogar 23 weniger als vor Ausbruch der Pandemie. Thomas Helm: „Wir werden uns aber darauf einstellen müssen, dass sich das Tempo beim Abbau verlangsamt. Unabhängig von den nicht abschätzbaren Folgen des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen auf den heimischen Arbeitsmarkt, ist der wichtigste Grund dafür, dass die von Unternehmen ausgeschriebenen Stellen immer schwieriger zu den Qualifikationen der Arbeitslosen passen. Viele Stellen können nicht besetzt werden, weil kein qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Auf der anderen Seite verlieren gerade niedrig qualifizierte Menschen in Krisen schneller ihren Job und finden dann keinen Ersatz. Für beide Seiten wird dieses strukturelle Problem nicht erst langfristig negative Folgen haben und dem kann nur mit einer unmittelbaren erhöhten Bereitschaft zu Qualifizierungen begegnet werden.“

Kurzarbeit
Im April wurden im Kreis Unna 16 neue Anzeigen auf Kurzarbeit für 198 Beschäftigte verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie gingen rund 5.430 Anzeigen aus fast allen Branchen für 128.200 potentiell betroffene Arbeitnehmer ein.
Erst nach Ablauf von mehreren Monaten zeigt sich die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit, da die Betriebe innerhalb dieses Zeitraums Kurzarbeit nachträglich abrechnen. Für November 2021 liegen inzwischen Hochrechnungen für den Kreis Unna vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld an 374 Betriebe für 2.624 Arbeitnehmer ausgezahlt.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 904 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 85 Personen (+10,4 Prozent) mehr. Im Vergleich zu April 2021 waren es acht Personen weniger. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 811 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 27 mehr als im Vormonat (+3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 146 Personen (-15,3 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personengruppen

Im Kreis Unna leben derzeit 867 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ihre Anzahl sank um 78 (-8,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 379 Personen (-30,4 Prozent) gesunken. Knapp ein Viertel (3.545) aller Arbeitslosen ist älter als 55 Jahre. Dies entspricht einem Rückgang um 23 Personen gegenüber dem Vormonat (-0,6 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 127 ältere Arbeitslose (+3,5 Prozent) mehr.
Im Kreis Unna leben 4.003 Arbeitslose mit Migrationshintergrund und damit 26 (-0,6 Prozent) weniger als im Vormonat. Im April 2021 waren 585 ausländische Arbeitslose (+12,8 Prozent) mehr gemeldet.
Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat um 140 Personen (-2,2 Prozent) auf 6.347. Im Vorjahresvergleich sind das 1.048 Personen (-14,2 Prozent) weniger.
Im Berichtsmonat stieg die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um zehn (+0,7 Prozent) auf 1.502 und lag damit um 28 über dem Niveau des Vorjahres (+1,9 Prozent).

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In fast allen Kommunen des Kreises Unna ging die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Werne (-4,9 Prozent bzw. 41 auf 788). Danach folgen Unna (-3,8 Prozent bzw. 70 auf 1.788), Lünen (-1,1 Prozent bzw. 47 auf 4.232), Bönen (-1,1 Prozent bzw. sieben auf 608), Holzwickede (-0,8 Prozent bzw. drei auf 392), Kamen (-0,7 Prozent bzw. 12 auf 1.601), Schwerte (-0,4 Prozent bzw. fünf auf 1.393), Fröndenberg (-0,4 Prozent bzw. zwei auf 503) und Bergkamen (-0,1 Prozent bzw. drei auf 2.120). Allein in Selm stieg die Arbeitslosigkeit leicht an (+2,4 Prozent bzw. 20 auf 844).

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im April um 63 (+1,7 Prozent) auf 3.746 zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 774 Stellen (+26,0 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 827 neue Arbeitsstellen, 12 (+1,5 Prozent) mehr als im März.
Den nach wie vor größten Anteil neuer Stellen verzeichnet der Bereich Gesundheit, Erziehung und Soziales. Dabei werden insbesondere Erzieher verstärkt gesucht. Auch im Handel und in der Gastronomie sind positive Tendenzen anhand von vermehrten Stellenmeldungen erkennbar. Neue Helferstellen für weniger qualifizierte Kräfte finden sich im April zumeist im Lagerbereich.

Ulrich Brauer

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