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29. Oktober 2020 Zurück

Kurzarbeit: Jeder Zweite im Kreis betroffen

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 558 auf 16.473. Das teilt die Agentur für Arbeit Hamm mit, die auch für den Kreis Unna zuständig ist. Im Vergleich zu Oktober 2019 stieg die Arbeitslosigkeit hingegen um 2.749 (+20,0 Prozent) an. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,3 Punkte auf 7,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,5 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung.


„Auch im Oktober hat sich der Arbeitsmarkt im Kreis Unna saisontypisch positiv gezeigt und einen weiteren deutlichen Abbau an Arbeitslosen verzeichnen können. Damit sind heute 1.070 Menschen weniger arbeitslos als noch vor zwei Monaten und fast 560 weniger als vor vier Wochen“, wird Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen in der Mitteilung zitiert. Der Corona-Effekt baue sich zwar nicht so schnell wieder ab wie er sich aufgebaut habe, dafür wesentlich eher und stärker als erwartet. So sei die aktuelle Quote bereits unter die Marke aus Juli gesunken, heißt es weiter.


Kurzarbeit
Bislang sind laut Agentur für Arbeit seit Anfang März insgesamt 3.702 Anzeigen auf Kurzarbeit für 72.042 Beschäftigte eingegangen. Damit ist oder war mehr als jeder zweite (54,1 Prozent) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kreis Unna von Kurzarbeit betroffen.
Mittlerweile liegen die finalen Zahlen zur tatsächlich in Anspruch genommene Kurzarbeit für April, den ersten vollständig von den Folgen des Shutdowns betroffenen Monats, vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld im Kreis Unna an 37.675 Beschäftigte aus 2.324 Betrieben ausgezahlt. Hochrechnungen für den Mai gehen im Kreis Unna von 23.017 Kurzarbeitern aus 1.942 Betrieben aus.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise, zeigten knapp 780 Betriebe für rund 16.600 Menschen im Agenturbezirk (Hamm und Kreis Unna) Kurzarbeit an.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 927 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 12 Personen (-1,3 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Oktober 2019 waren es 160 Personen (-14,7 Prozent) weniger. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 1.135 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 158 mehr als im Vormonat (+16,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 93 Personen (+8,9 Prozent) mehr, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.


Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

In allen zehn Kommunen des Kreises Unna konnte im vergangenen Monat Arbeitslosigkeit abgebaut werden. Den höchsten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-5,4 Prozent bzw. 30 auf 522). Danach folgen Unna (-4,1 Prozent bzw. 90 auf 2.088), Schwerte (-4,1 Prozent bzw. 68 auf 1.590), Fröndenberg (-4,1 Prozent bzw. 26 auf 609), Kamen (-3,8 Prozent bzw. 73 auf 1.846), Lünen (-3,4 Prozent bzw. 169 auf 4.747), Selm (-2,7 Prozent bzw. 26 auf 950), Bönen (-2,3 Prozent bzw. 18 auf 751), Bergkamen (-1,7 Prozent bzw. 43 auf 2.486) und Werne (-1,7 Prozent bzw. 15 auf 884).

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