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29. November 2019 Zurück

Lust auf Zukunft: Praxistag Perspektive Technik

Michael Makiolla war in diesem Jahr leztmalig in seiner Funktion als Landrat zu Besuch beim Praxistag Perspektive Technik.

Madeleine Rudolph mit ihrem Team beim Praxistag 2020: Paul Kopp, Sven Hoffmann, Eddy Neubacher und Enis Kilci.

Wie vielfältig die Ausbildungschancen im MINT-Bereich sind, zeigte einmal mehr der Praxistag Perspektive Technik, zu dem die Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) in Kooperation mit dem Hellweg Berufskolleg Unna (HBU) jetzt eingeladen hatte.

Es wurden Pflastersteine verlegt, Gewinde gedreht, Spinat auf seinen Eisengehalt untersucht und Routen von Abfallsammelfahrzeugen programmiert. Dabei zeigten die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 9 bis 13, dass sie „Bock auf Zukunft“ haben, bereits im Vorfeld waren die zur Verfügung stehenden über 800 Workshop-Plätze an die Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Unna vergeben! „Das hat es noch nie gegeben“, kann WFG-Mitarbeiter Julian Pflichtenhöfer, der den Praxistag gemeinsam mit dem HBU organisierte, stolz vermelden.

Auf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler warteten im Naturwissenschaftlich-Technischen Zentrum des Hellweg Berufskolleg 68 Workshops zu den unterschiedlichsten Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zum Mitmachen und Ausprobieren. Zudem nutzten die insgesamt 31 Unternehmen, Hochschulen und Berufskollegs aus der Region den Tag, um ihre verschiedenen Ausbildungs- und Studienangebote vorzustellen und den direkten Kontakt zu den Fachkräften von morgen herzustellen.

„Gerade der MINT-Bereich bietet die vielfältigsten Jobmöglichkeiten, wird aber bei der Berufswahl zu oft außen vor gelassen“, erklärte Landrat und WFG-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Makiolla, der in diesem Jahr in seiner Funktion als Landrat letztmalig den Praxistag besuchte. „Der Praxistag sorgt dafür, dass die Jugendlichen auch Einblicke in diese Berufsfelder erhalten. Andererseits können Hochschulen und Betriebe aus der Region hier frühzeitig Kontakt zu ihren zukünftigen Auszubildenden oder Studierenden aufbauen. So wollen wir die Fachkräfte der Zukunft langfristig an den Kreis Unna binden, damit sie dem regionalen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen."

Kerstin Heidler, Beigeordnete der Stadt Unna, wies auf den besonderen Nutzen gerade für die Schülerinnen hin: „Hier haben die Mädchen uneingeschränkte Möglichkeiten, in Berufe hinein zu schnuppern, für die sie sich sonst vielleicht nicht interessieren würden oder bei denen sie sich trauen würden, hineinzuschnuppern.“

„Der Praxistag zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass eine duale Ausbildung eine probate und nachhaltige Alternative zu einer weiteren Beschulung ist“, ergänzte Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Unna. Und: „Viele Jugendliche wissen gar nicht, was in welchen Berufen passiert und was sie dort lernen können. Hier können sie es direkt und ganz praktisch erfahren.“ Zudem wies Dr. Dannebom auf die besondere Verantwortung der WFG Kreis Unna hin. „Wenn wir die Bildung und berufliche Ausbildung der Jugendlichen unterstützen, sorgen wir langfristig für ein gutes Fachkräfteangebot und damit eine positive wirtschafltiche Entwicklung. Daher haben wir den Praxistag als Erfolgsmodell auch schon zum 13. Mal organisiert."

Auf Gegenseitigkeit: Jugendliche lernen Unternehmen kennen - Unternehmen lernen Jugendliche kennen

Wie erfolgreich der Praxistag ist, zeigt sich am Beispiel der Albrecht Jung GmbH. Schon seit mehreren Jahren ist das Lünener Unternehmen beim Praxistag dabei. "Leider nimmt seit einigen Jahren die Qualität der Bewerbungen immer weiter ab, und hier beim Praxistag haben wir die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit den Azubis von morgen zu kommen", erzählt Madeleine Rudolph.

Das Konzept geht offensichtlich auf: Mit Enis Kilci hatte Madeleine Rudolph in diesem Jahr einen Auszubildenden mit im Team, der noch im vergangenen Jahr als Workshop-Teilnehmer beim Praxistag 2018 in Werne mit dabei war. "Allerdings hat Herr Kilci dort eher uns unter die Lupe genommen als wir ihn", lacht Madeleine Rudolph. Enis Kilci hatte sich da nämlich bereits bei Jung beworben, "aber als ich im Workshop von Jung saß, wusste ich, dass ich alles richtig gemacht hatte", lacht der junge Mann. "Und bei uns quasi gewonnen hatte er natürlich, als er nach dem Gespräch sein mit uns gebautes LED-Namensschild auf den Tisch stellt", erinnert sich Rudolph.

Der Praxistag Perspektive Technik

Der Praxistag Perspektive Technik wird regelmäßig von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) organisiert und ist abwechselnd in Werne und der Kreisstadt Unna zu Gast. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den dort ansässigen technisch orientierten Berufskollegs statt. Der Praxistag Perspektive Technik ist eines von verschiedenen Angeboten des bei der WFG angesiedelten zdi-Netzwerkes Perspektive Technik. Ziel des Tages, der in diesem Jahr zum 13. Mal stattfindet, ist es einerseits, zur Nachwuchsförderung und Berufsorientierung für technikorientierte Branchen beizutragen und andererseits den Fachkräftebedarf in der Region zu sichern. Der Praxistag Perspektive Technik ist zudem Teil des Projektes „Wissen schafft Erfolg", das Innovationen in Unternehmen fördern und qualifizierte Nachwuchskräfte an den Kreis Unna binden will.

 

 


 

 

 

 

 

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