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29. Mai 2019 Zurück

Mehr Arbeitslose im Kreis Unna

Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 122 auf 14.420. Im Vergleich zu Mai 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 629 Personen (-4,2 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des letzten Monats.

„Im Mai stieg die Zahl an arbeitslosen Menschen im Kreis Unna. Dieser Anstieg vollzog sich ausschließlich im Bereich der Grundsicherung und lässt auf leicht rückläufige Konjunkturerwartungen der Unternehmen schließen“, erläutert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitgeber konzentrierten sich laut Helm eher auf die Einstellung junger, frisch ausgebildeter Kräfte. Von einer spürbaren Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt könne jedoch aktuell keine Rede sein: „Es stehen über 3.700 offene Stellen zur Besetzung aus und damit zahlreiche, individuelle Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung.“

Unterbeschäftigung

Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 19.584 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 52 Personen (+0,3 Prozent) mehr als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren noch 1.408 Personen (+6,7 Prozent) mehr unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt weiterhin 9,0 Prozent.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.027 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 24 Personen (+2,4 Prozent) mehr. Im Vergleich zu Mai 2018 waren es 45 Personen (+4,6 Prozent) mehr. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 864 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 15 weniger als im Vormonat (-1,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 34 Personen (-3,8 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Im Kreis Unna leben derzeit 900 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 22 (-2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 142 Jugendliche (-13,6 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Mai wurden 3.127 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg um 27 Personen gegenüber dem Vormonat (+0,9 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 25 ältere Arbeitslose (+0,8 Prozent) mehr.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.654 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 123 Arbeitslose (+3,5 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Mai 2018 waren sieben ausländische Arbeitslose (+0,2 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.033 geflüchteten arbeitslosen Menschen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Berichtsmonat um 33 Personen (-0,6 Prozent) auf 5.376. Im Vorjahresvergleich sind das 701 Personen (-11,5 Prozent) weniger.
Im Berichtsmonat reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 17 (-1,3 Prozent) auf 1.342. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand um 29 (-2,1 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im Mai die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 39 auf 1.033. Damit hatten im Berichtsmonat 7,2 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.423 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)

Die Arbeitslosenzahlen nahmen im Mai 2019 im Jobcenter Kreis Unna leicht zu. Waren im April noch 10.320 Personen arbeitslos gemeldet, sind es im laufenden Monat mit 10.445 Personen 125 mehr als im Vormonat. Besonders betroffen vom Anstieg ist die männliche Bewerbergruppe, während sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 34 auf 4.972 reduziert hat. „Die leicht schwächelnde Konjunktur macht sich auch in der Kreisregion Unna bemerkbar“, erklärt Uwe Ringelsiep die steigenden Arbeitslosenzahlen im SGB II. „Wir setzen aber unsere Arbeit fort, regionale Unternehmen eingehend bei ihrer Personalsuche zu unterstützen, damit diese langfristig bei dem Arbeitgeber verbleiben können“, beschreibt Uwe Ringelsiep die Dienstleistungen des Jobcenters Kreis Unna als ein Mittel, um den steigenden Arbeitslosenzahlen frühzeitig entgegenzuwirken. Ein weiterer Fokus liegt auf der intensiven Betreuung der verschiedenen Bewerbergruppen.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

In vier von zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat abgebaut werden. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bergkamen (-1,0 Prozent bzw. 21 auf 2.069). Danach folgen Werne (-0,9 Prozent bzw. sieben auf 789), Bönen (-0,5 Prozent bzw. drei auf 603) und Fröndenberg (-0,2 Prozent bzw. eins auf 526).
In den übrigen sechs Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit an. Dabei am stärksten in Holzwickede (+4,0 Prozent bzw. 18 auf 473), gefolgt von Lünen (+2,3 Prozent bzw. 100 auf 4.417), Schwerte (+1,3 Prozent bzw. 16 auf 1.266), Kamen (+0,7 Prozent bzw. 12 auf 1.624), Unna (+0,3 Prozent bzw. sechs auf 1.812) und Selm (+0,2 Prozent bzw. zwei auf 841).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen stieg im Mai um 99 (+2,7 Prozent) auf 3.706. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 175 Arbeitsstellen (+5,0 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 991 neue Arbeitsstellen, 41 (+4,3 Prozent) mehr als im Mai vor einem Jahr.

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Elke Böinghoff

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