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20. Juni 2019 Zurück

Planungsstart für Laborzentrum im EcoPort

So könnte das Gebäude des CVUA in Holzwickede aussehen. Doch das Grundstück lässt viele Gestaltungsvarianten offen, eines der Vorteile, wa-rum man sich für den EcoPort entschieden hat. Planungsskizze: CVUA

Nachdem im März zunächst der Kaufvertrag für eines der letzten großen Grundstücke im EcoPort geschlossen worden war, ist jetzt das komplette Vertragswerk rechtskräftig abgeschlossen. Damit können die konkreten Planungen für das neue „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen“ (CVUA) beginnen. Das Projekt konnte durch die intensive Zusammenarbeit mit der WFG und der Gemeinde Holzwickede auf den Weg gebracht werden.

Das CVUA zieht seine vier Standorte Bochum, Arnsberg, Hagen und Hamm zusammen und baut dafür in Holzwickede eine neue Zentrale. Das Gebäude wird vor allem Labore beherbergen, denn das CVUA führt im Rahmen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes unter anderem Untersuchungen an Lebens- und Futtermittelproben auf gesundheitliche Unbedenklichkeit durch und untersucht tierisches Probenmaterial auf Krankheitserreger. Dafür werden die Mitarbeiter der bisherigen vier Standorte in Holzwickede zusammengezogen.

„Dem Entschluss zum Neubau ist daher auch ein langer Prozess vorangegangen“, erklärt dazu Dr. Dirk Höhne aus dem Vorstand des CVUA. Nur mit Bedacht habe man sich letztendlich für den Umzug nach Holzwickede ent-schieden, „aber alle unsere Standorte sind sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den Anforderungen, da war ein Neubau unumgänglich.“

Rund 200 Mitarbeiter*innen wird das Unternehmen mit nach Holzwickede bringen, „wir stehen in guten Gesprächen mit unseren Mitarbeitenden, denn wir möchten natürlich so viele unserer erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mitnehmen wie möglich“, so Höhne.

Europaweite Ausschreibung

Doch es ist auch noch viel Zeit, um sich an den neuen Standort zu gewöhnen. „Wir werden am Standort Holzwickede um die 40 Millionen Euro investieren, ein Labor-Projekt in dieser Größenordnung ist natürlich entsprechend kompliziert“, erläutert Dirk Höhne. So ist man gerade damit beschäftigt, einen Generalplaner zu suchen, der das Projekt durchführen kann. „Das muss europaweit ausgeschrieben werden, das dauert dann natürlich auch alles seine Zeit.“

Anfang kommenden Jahres wird die dann nach einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren beauftragte Firma mit den konkreten Bauplanungen beginnen. „Architektonisch ist das nicht allzu aufwändig. Da für unsere Labore bestimmte Deckenhöhen von bis zu vier Metern vonnöten sind, bestimmen sie quasi das Äußere. Doch die ganze Technik funktional unterzubringen, wird eine Herausforderung“, erklärt Höhne.

Mit der Grundsteinlegung rechnet der Vorstand 2022, Anfang 2025 soll das neue CVUA dann in Betrieb gehen.

Die Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) vermittelte das passende Grundstück im Auftrag der Gemeinde Holzwickede an die Behörde. „Vier Grundstücke im Kreis Unna waren in der engeren Auswahl für das CVUA, das seit Jahren nach einem passenden Standort suchte. Dass die Verantwortlichen sich für Holzwickede entschieden haben, freut mich sehr", so WFG-Prokuristin Karin Rose, die das Ansiedlungsvorhaben im vergangenen Jahr intensiv begleitete.

-Elke Böinghoff-

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