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05. November 2019 Zurück

„Pluspunkt Familie“ verliehen

Sechs der 22 ausgezeichneten Betriebe bekamen von Landrat Michael Makiolla zusätzlich zu der „Pluspunkt Familie“-Urkunde noch die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette: Hesselbach Hörakustik, Pflege Zuhause Unna GmbH, Brockhaus AG, Diagramm Halbach GmbH & Co. KG, GEA Farm Technologies GmbH und das Evangelische Krankenhaus. Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna/Beate Fleck

Bündnis für Familie zeichnet 22 Betriebe aus

Ein guter Tag für zukunftsorientierte Unternehmen: Das Bündnis für Familie Kreis Unna vergab am 5. November zum fünften Mal den „Pluspunkt Familie“. Zu „familienfreundlichen Unternehmen 2019“ gekürt wurden 22 Unternehmen. Die Auszeichnung überreichten Anja Josefowitz als Sprecherin des Bündnisses für Familie Kreis Unna und Landrat Michael Makiolla. Dieser hatte sich zuvor bei der Begrüßung begeistert über das Engagement der teilnehmenden Betriebe gezeigt.

„Es ist schön zu sehen, dass sich immer mehr Unternehmen auf familienfreundlicher Ebene weiterentwickeln. Auch wenn Familienfreundlichkeit ein wichtiges strategisches Instrument ist, womit ein Unternehmen sich noch attraktiver präsentieren kann, ist „Pluspunkt Familie“ nicht als Wettbewerb im herkömmlichen Sinne zu verstehen. Vielmehr ist diese Preisverleihung eine Gelegenheit, um Betriebe und ihr Engagement zu würdigen und dieses öffentlich sichtbar zu machen“, betonte der Landrat.

Bündnissprecherin Anja Josefowitz war ebenfalls voller Anerkennung: „Den Teilnehmern ist Familienfreundlichkeit im Betrieb ein echtes Anliegen. Für die vielfältigen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf finden sich hier im Kreis ebenso viele beispielgebende Lösungsansätze.“

Die Jury setzte sich zusammen aus Dr. Michael Dannebom (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna), Anja Josefowitz (Diakoniepfarrerin des Ev. Kirchenkreises) Andreas Kramer (DGB Kreis Unna) Ludger Osterkamp (ExTox Gasmess-Systeme GmbH), Birgit Mescher (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Fröndenberg als Vertreterin aller kommunalen Gleichstellungsbeauftragten), Tobias Pütter (Handwerkskammer Dortmund), Susanne Raths (Unternehmensverband Westfalen-Mitte e.V.), Sandra Schröder (IHK zu Dortmund) und Olesija Soyyigit (Jugendamtselternbeirat der Stadt Unna).

Die ausgezeichneten Unternehmen sind nach Überzeugung der Jury in Sachen Familienfreundlichkeit ausnahmslos Vorbilder dafür, wie maßgeschneiderte Angebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kleinstbetrieb bis zum großen Unternehmen aussehen können.

PK | PKU

 

„Pluspunkt Familie“ 2019 | Juryentscheidung und -begründung (Auszug)

 
Architekturbüro Ursula Becker-Neumann | Fröndenberg

Das Architekturbüro Ursula Becker-Neumann überzeugte die Jury mit ihrem Angebot für Mitarbeiter, an einem gemeinsamen Mittagessen teilzunehmen, das (überwiegend vegetarisch) frisch und in Bio-Qualität zubereitet wird. Die Kinder sind ebenso herzlich eingeladen. Zusätzlich sprechen die absolut flexibel gestaltbaren Arbeitszeiten, der Bürohund und die Kindermitbring-Option für den „Pluspunkt Familie“.

Martin Schulte GmbH | Bönen


Pflegende Angehörige erhalten Unterstützung bei allen Fragen rund um das Thema Pflege, eine innerbetriebliche Wohlfühlmanagerin sowie gemeinsame Mahlzeiten sind unter anderem die Angebote der Martin Schulte GmbH, die die Jury beeindruckt haben. Das Unternehmen ist ein gutes Beispiel dafür, dass die jährlichen Preisverleihungen des „Pluspunkt Familie“ auch als Inspiration dient: Einige Ideen entlehnte die GmbH aus Konzepten anderer Preisträger der letzten Jahre und entwickelte diese weiter.
 
Hausärzteverband Westfalen Lippe

Spontan mögliches Homeoffice durch zur Verfügung stehende Hardware, eine hohe Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiterinnen (100% Frauen) in Bezug auf die Arbeitszeiten kombiniert mit motivierender Kommunikation gestalten den Hausärzteverband Westfalen-Lippe zu einem familienfreundlichen Unternehmen im Kreis Unna.

MSD GmbH Seniorenstift Haus an der Landwehr

Ein stressfreierer Arbeitstag durch einen an Kinderbetreuungszeiten angepassten Frühdienst (7.15 Uhr statt 6.30 Uhr), Mitbring-Option von Kindern und Haustieren, individuelle Dienstzeitenregelungen nach Absprache, steuerfreie Lebensmittelgutscheine – für die 19 Mitarbeiter hat die MSD GmbH in Bergkamen einige familienfreundliche Ideen umgesetzt.

Hesselbach Hörakustik

Umsatzprovision für das Team, Kinderbetreuungskosten-Zuschuss, Tankgutscheine, Fahrtkostenzuschuss und Ähnliches soll der Belegschaft bei Hesselbach Hörakustik in Schwerte Wertschätzung vermitteln und für gutes Klima sorgen. Hinzu kommen individuelle Arbeitszeit-Modelle. Diese Kombination verdient laut Jury den „Pluspunkt Familie“. Neben der Urkunde bekommt Hesselbach Hörakustik zusätzlich noch die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette.
 
Pflege Zuhause Unna GmbH


Vereinfachte Dokumentationspflichten, Seminare bei Demenz-Coaches und individuelle Dienstpläne sind Maßnahmen, die Pflegern in ihrem enorm stressigen Arbeitsalltag deutliche Abhilfe verschaffen können. Mitarbeiterzufriedenheit ist der Pflege Zuhause Unna GmbH sehr wichtig, weswegen sie versucht ihre 32 Mitarbeiter mit solchen Angeboten zu entlasten. Die Jury haben die Ideen überzeugt – und zwar so sehr, dass es zu der Urkunde noch die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette gibt.

Kommunix GmbH

Eine Ausgeglichenheit zwischen Arbeit und Freizeit spielt bei der Kommunix GmbH in Unna eine wichtige Rolle. Familie wird als besonders wichtiges Gut behandelt. Als feste Regel gilt daher beispielsweise: Diensthandy daheim und im Urlaub ausschalten. Maßnahmen wie Homeoffice und individuelle Arbeitszeitlösungen gehören ebenso zum Betrieb wie zur Verfügung stehende E-Bikes.

Maximago GmbH


Das einwöchige Sommerferienprogamm mit Ausflugszielen wie Ketteler Hof, Zoo Münster oder die Waldschule ist ein Highlight für Kinder der Beschäftigten der Maximago GmbH in Lünen. Neben der Ferienbetreuung bietet das Unternehmen außerdem das Eltern-Kind-Büro an, übernimmt die Kinderbetreuungskosten und achtet auf Nachhaltigkeit beim Mittagessen.

Gartencenter Röttger GmbH


Besondere Betriebszeiten erfordern besondere Maßnahmen: Dem Bedürfnis der Mitarbeiter nach familienangepassten Arbeitszeiten bei einer Sieben-Tage-Woche mit Einzelhandelsöffnungszeiten und saisonalen Höhepunkten gerecht zu werden, erfordert ein hohes Maß an Verständnis. Vor allem Flexibilität und Vertrauen sind maßgebend für die Kommunikation des Gartencenters Röttger in Bergkamen.

Altenzentrum Peter und Paul

Das Altenzentrum Peter und Paul in Kamen vertritt einen systemischen Führungsstil. Mitarbeitende sind in ihren unterschiedlichen Lebenszusammenhängen als Eltern, Großeltern oder pflegende Angehörige im Blick. Dazu gehören u.a. Schichtarbeitszeiten, die z.B. an Betreuungszeiten angepasst sind, „leichtere“ Dienste oder Teilverträge für ältere Beschäftigte in der Nähe des Rentenalters. Kinder oder Haustiere mitzubringen ist nach Absprache kein Problem.

Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Werne

Ein individueller, aber passgenauer Stundenplan hilft Lehrern und Mitarbeitern des Berufskollegs in Werne Kinderbetreuung und Co. optimal zu organisieren. Konferenzen finden an wechselnden Wochentagen statt. Das gesamte Kollegium trägt dieses Modell mit und hilft aus, wenn es nötig bzw. wenn es möglich ist.

Brockhaus AG

Bei der Brockhaus AG in Lünen spielt die „Work-Life-Balance“ eine große Rolle. Je nach familiärer Phase kann der Aufgabenbereich inhaltlich und zeitlich angepasst werden, ohne zum „Karrierekiller“ zu werden. Äußerst flexible Arbeitsgestaltung in Form von Zeitwertkonten, Teilzeit, Sabbatical bis hin zum mobilen Arbeiten soll den 138 Mitarbeitern nötigen Freiraum geben. So viel Engagement belohnt die Jury zusätzlich mit der „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette.

Sparkasse Schwerte

Bei der Sparkasse in Schwerte haben die Mitarbeiter sowohl die Möglichkeit - frei von Bürokratie - bis zu 12 zusätzliche unbezahlte Urlaubstage in Anspruch zu nehmen als auch zwischen Vertrauensarbeitszeit und klassischem Stechuhr-System zu wählen. Hinzu kommen Angebote wie Homeoffice, Jobsharing und Teilzeitvereinbarung bei akuter familiärer Situation.

Diagramm Halbach GmbH & Co. KG

Geschäfts- und Personalleitung haben bei Diagramm Halbach in Schwerte großes Interesse an der lebenslagenorientierten Förderung von Mitarbeitern. Deswegen bietet das Unternehmen seinen 188 Beschäftigten u.a. einen Kinderbetreuungskostenzuschuss, regelmäßigen Kontakt zu Mitarbeitern in Elternzeit (leichterer Wiedereinstieg), Teilzeitarbeit unabhängig von Elternzeit und organisierte Kita-Plätze. Dafür gibt es zusätzlich die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette.

UNIQ GmbH

Bei der UNIQ GmbH in Holzwickede können Eltern nach Bedarf wöchentlich zwei Tage und zusätzlich eine Woche am Stück vom Ort ihrer Wahl aus arbeiten. Kernarbeitszeiten gibt es nicht, jeder kann sich seine Arbeitszeit zwischen 7 und 24 Uhr flexibel einteilen. Auch ein Eltern-Kind-Büro kann in Anspruch genommen werden. Außerdem bietet der Betrieb Events für die ganze Familie, Feelgoodmanager und eine besondere Kommunikationskultur, bei der die Bedürfnisse der Beschäftigten im Vordergrund stehen.

Bäckerei Kanne GmbH & Co. KG

Die Bäckerei Kanne in Lünen reagiert mit recht großer Selbstverständlichkeit auf die Freistellungswünsche der Beschäftigten – was geht, wird gemacht. Die Geschäftsführung will Mitarbeiter halten und ermöglicht in die Elternzeit in größerem Umfang als die üblichen zwei Monate für Väter. Die „erweiterte“ Elternzeit wurde auf Initiative des Geschäftsführers durch Wissensmanagement innerhalb der Abteilung von den Beschäftigten so vorbereitet, dass die Vertretung gesichert war.

Itemis AG

Bei der Itemis AG in Lünen arbeiten die Mitarbeiter vier Tage für den Kunden, einen Tag können sie zur freien Fort- und Weiterbildung nutzen. Haustiere im Büro sind gestattet, außerdem bietet der Betrieb fest vertraglich verankertes oder kurzfristiges Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit sowie bezahlten Sonderurlaub für Mitarbeiter mit Pflegefall.

Lebenszentrum Königsborn gGmbH

Zur Entlastung der Eltern während der Sommerferien wurde in diesem Jahr erstmalig eine Ferienbetreuung für Kinder der Mitarbeiter des Königsborner Lebenszentrums angeboten. Für die Sommerferien 2020 ist die erneute Beteiligung geplant. Zusätzlich bietet das Unternehmen Pflegeberatung durch fachkundige Mitarbeitende und die Essensmitnahme aus der Cafeteria.

Paul Vahle GmbH & Co. KG

Ob mobiles Arbeiten oder Teilzeitlösungen - bei Paul Vahle in Kamen steht Flexibilität an oberster Stelle. Der Arbeitszeit-Rahmen liegt zwischen 6 bis 20 Uhr. So nutzen die 43 Teilzeitbeschäftigten 39 verschiedene Arbeitszeitmodelle. Eine Betriebsruhe an Brückentagen, beispielsweise zwischen Weihnachten und Neujahr, trägt zusätzlich zur Familienfreundlichkeit bei. Außerdem bietet das traditionelle Familienunternehmen Kinderbetreuungszuschüsse.

GEA Farm Technologies GmbH

Zur Verringerung des Zeitstresses und zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten wurde bei GEA Farm in Bönen einiges bewegt, um besonders Familien Zeitfreiräume zu verschaffen: Die Vermittlung von Betreuungskräften oder Haushaltshilfen wird als Firmenservice angeboten. Darüber hinaus gibt es hier seit 5 Jahren einen Wäsche- und Bügelservice. Außerdem können Mitarbeiter Pflegelotsen in Anspruch nehmen. Dafür gibt es zusätzlich die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette.

Evangelisches Krankenhaus

Das evangelische Krankenhaus in Unna bietet fünf Ausbildungen in Teilzeit an. Zudem fand 2019 eine Ferienbetreuung statt, wovon die Kosten anteilig übernommen wurden. Gesundheitsmanagement ist wichtig: Offene Gespräche bei privaten Problemen mit einem Seelsorger während der Arbeitszeit, kostenlose Kursangebote oder Vermittlung von Sucht- und Schuldenberatung gehören hier dazu. Dafür gibt es zusätzlich die „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Unna 2019“-Plakette.

Katholischer Hospitalverbund Hellweg GmbH

Der katholische Hospitalverbund Hellweg bietet seiner Belegschaft ein innovatives Mobilitätsmanagement. Neben dem wichtigen ökologischen Effekt bietet das Projekt auch echte Einsparmöglichkeiten innerhalb der Mitarbeiterfamilien, wie beispielsweise den Verzicht auf den Zweitwagen. Außerdem gibt es eine Kontaktliste von älteren Mitarbeiterkindern, die einen Babysitter-Kurs besucht haben.

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Elke Böinghoff

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