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20. August 2020 Zurück

Toilettenanlage in Unna-Nord soll kommen

Im Restaurant Fenglers im Südfeld in Kamen fand jetzt der erste Logistikzirkel statt. Foto: Böinghoff

WFG bringt Unternehmer an einen Tisch

Gute Nachrichten aus dem Gewerbegebiet Unna-Nord: Mit mobilen Toilettenanlagen wollen dort ansässige Unternehmen den unhaltbaren Zuständen am Rande des Pröbstingholz an der Stadtgrenze zu Unna in den kommenden Monaten den Kampf ansagen. Darauf einigten sich Vertreter der FIEGE Unna GmbH & Co. KG, der Niederlassung Unna der van Eupen Logistik GmbH & Co. KG, von Amazon Logistics und der VDM Metals GmbH. Sie waren am Mittwochabend der Einladung von Sabine Radig, Wirtschaftsförderin bei der WFG Kreis Unna, zum ersten Logistikzirkel gefolgt. Wie berichtet, gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Beschwerden der Naturfreunde Kamen, weil Lkw-Fahrer das Waldstück als Freilufttoilette nutzen.

„Die Vertreter der Firmen aus dem Gebiet haben mich beauftragt, gemeinsam mit der Stadt Unna eine öffentliche Fläche zu suchen, auf der probehalber für einen Zeitraum von sechs Monaten mobile Sanitäranlagen aufgestellt werden können“, fasste Sabine Radig das Ergebnis des Treffens zusammen. „Die Firmenvertreter erklärten sich bereit, sich an den Kosten für eine solche Anlage zu beteiligen, allerdings nur, wenn alle Anrainer, die Verkehre verursachen, die Maßnahme finanziell unterstützen“, so Radig weiter.

Das nächste Treffen soll im Oktober stattfinden. „Ich hoffe, dass dann alle Unternehmen einen Verantwortlichen entsenden können“, sagte die Wirtschaftsförderin. Sie wird zur Vorbereitung nach einer passenden Fläche suchen und anschließend Kostenvoranschläge einholen, um die mobile Anlage schnellstmöglich zu realisieren.

Dass die Ursachen für das Problem im Pröbstingholz in erster Linie europa- und deutschlandweit zu suchen sind, hatte Landrat Michael Makiolla jetzt in einem Schreiben an Heribert Jurasik von den Naturfreunden erläutert. „Osteuropäische Speditionen, die im großen Umfang europaweit und in-nerdeutsch Aufträge übernommen haben, halten für ihre Fahrer in den Zielländern weder Stell- noch Rastflächen mit sanitären Anlagen vor. Verschärft wird das Problem durch fehlende und entsprechend ausgestattete Rastanlagen. Viele Unternehmen haben ihre Lager auf die Straße verlegt. Diese Rahmenbedingungen können wir auf lokaler Ebene nicht ändern“, so Michael Makiolla in dem Schreiben. Er zeigte sich auch in seiner Funktion als WFG-Aufsichtsratsvorsitzender nach dem gestrigen Treffen erfreut, dass sich nun zumindest auf lokaler Ebene eine Lösung abzeichnet.

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