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09. Juli 2018 Zurück

Unternehmenstage stellen Frauen in den Fokus

Anke Jauer (2.v.l.) zog ein durchweg positives Fazit der Unternehmenstage, die auch in Bergkamen Station machten. Foto: Beate Fleck

Wenn Unternehmen attraktiv für weibliche Fachkräfte sein möchten, gibt es viel zu tun. Diese Erkenntnis ist bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen angekommen. Das belegt die Auswertung der diesjährigen Unternehmenstage, die vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) im Juni organisiert wurden.

In neun Veranstaltungen wurden betriebliche Ansätze gezeigt, mit denen Unternehmen gezielt versuchen, Frauen als Fachkräfte zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden. Allesamt Maßnahmen, die der ganzen Belegschaft zugutekommen und Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiv für Beschäftigte machen. Dazu zählen Familienfreundlichkeit, gesundes Arbeiten und eine moderne Unternehmenskultur.

Insgesamt haben mehr als 50 kleine und mittlere Unternehmen das Angebot genutzt und mindestens eine der neun Veranstaltungen besucht. „Ein tolles, interessantes Programm, es ist leider nicht zu schaffen, überall hinzugehen!“, war das Fazit gleich mehrerer Besucher und Besucherinnen, mit denen bereits Folgegespräche verabredet sind.

Anke Jauer von Competentia gibt das Kompliment gerne an die Teilnehmenden zurück: „Besonders gefreut hat mich, dass sich die Teilnehmenden auf die unterschiedlichen Workshop-Methoden eingelassen haben. Gemeinsam mit unseren Referenten und Referentinnen haben sie richtig gute Ergebnisse erarbeitet, die sie als Anregungen mit ins eigene Unternehmen genommen haben.“

Und so wurde bei den Unternehmenstagen nicht nur zugehört, sondern auch diskutiert. Besonders kontrovers wurden die Ansätze für eine betrieblich unterstützte Kinderbetreuung diskutiert, was aus Sicht von Anke Jauer die Komplexität und den Informationsbedarf zum Thema deutlich macht: „Hier sind für interessierte Unternehmen echt dicke Bretter zu bohren. Die Diskussion hat gezeigt, dass jede Seite - Ämter, Unternehmen, Familien - aus ihrer Sicht gute Gründe für ihre Standpunkte hat. Aber das Netzwerk der Unternehmen in Schwerte hat auch gezeigt, dass es geht.“

Zufrieden waren auch die gastgebenden Unternehmen, die zahlreiche Beispiele vorstellten, mit denen es ihnen gelungen ist, ihre Attraktivität für weibliche Fachkräfte zu  steigern. Zum Beispiel punkten sie mit Unterstützung, wenn Beschäftigte ältere Angehörige pflegen oder liefern gute Beispiele, um einen Minijob in ein festes Arbeitsverhältnis umzuwandeln. Sie leben moderne Führungsstrukturen in agilen Teams, nutzen Chancen der Digitalisierung für flexiblere Arbeitszeiten und Orte, fördern die Gesundheit am Arbeitsplatz, nehmen an Wettbewerben und Auszeichnungen teil, stellen eine betrieblich unterstützte Kinderbetreuung mit mehreren Unternehmen auf die Beine oder geben qualifizierten geflüchteten Frauen eine Berufschance.

Hohe Anmeldequoten, überzeugende good practice-Beispiele, gute Diskussionen und informative Unternehmensführungen sorgten für eine rundum positive Bewertung des Konzeptes der Unternehmenstage.

Text: Beate Fleck

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