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31. Juli 2019 Zurück

Wie erwartet: Sommer-Plus bei Arbeitslosigkeit

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um acht auf 14.430. Im Vergleich zu Juli 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 703 Personen (-4,6 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des letzten Monats.

„Typisch für die Sommerzeit war die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat für die betroffenen Personengruppen unterschiedlich“, beschreibt Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die jüngsten Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna und erklärt: „Viele junge Menschen haben die Schule verlassen oder ihre Ausbildung beendet und befinden sich jetzt kurzfristig in einer unkritischen Übergangsarbeitslosigkeit, bevor sie in Ausbildung, Arbeit oder Studium starten. Dem gegenüber konnten lebensältere und langzeitarbeitslose Menschen noch einmal Arbeitslosigkeit abbauen.“

Im August rechnet Keyen mit einer leichten Steigung der Arbeitslosigkeit, bevor sie in den Herbstmonaten wieder sinken werde: „Voraussichtlich wird der Abbau dann jedoch nicht mehr so deutlich ausfallen wie in den Vorjahren, denn erste Vorboten einer konjunkturellen Eintrübung sind bereits erkennbar.“

Unterbeschäftigung

Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 19.527 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 14 Personen (+0,1 Prozent) mehr als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren noch 1.279 Personen (+6,1 Prozent) mehr unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt weiterhin 9,0 Prozent.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.
Im Berichtsmonat meldeten sich 973 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 72 Personen (-6,9 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Juli 2018 waren es 13 Personen (+1,4 Prozent) mehr.
Gleichzeitig beendeten 846 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 45 weniger als im Vormonat (-5,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 128 Personen (-13,1 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Im Kreis Unna leben derzeit 1.104 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und damit auch zu der Gruppe derer gehören, die die Schule beendet haben und im Herbst eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 179 (+19,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 166 Jugendliche (-13,1 Prozent) gesunken.

Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen war älter als 55 Jahre. Im Juli wurden 3.064 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 74 Personen gegenüber dem Vormonat (-2,4 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 44 ältere Arbeitslose (+1,4 Prozent) mehr.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.622 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 63 Arbeitslose (-1,7 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Juli 2018 waren 111 ausländische Arbeitslose (+3,0 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.042 geflüchteten arbeitslosen Menschen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Berichtsmonat um 64 Personen (-1,2 Prozent) auf 5.229. Im Vorjahresvergleich sind das 711 Personen (-12,0 Prozent) weniger.
Im Berichtsmonat erhöhte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung leicht um zwei (+0,1 Prozent) auf 1.349. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand um 27 (-2,0 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen stieg im Juli deutlich um 191 (+5,2 Prozent) auf 3.890 an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 59 Arbeitsstellen (+1,5 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 1.001 neue Arbeitsstellen, 26 (-2,5 Prozent) weniger als im Juli vor einem Jahr.

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Elke Böinghoff

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