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17. September 2019 Zurück

Zum Tode von Luigi Colani

Das Colani-Ei in Lünen-Brambauer

Ohne ihn wäre Lünen und die Lünener Wirtschaftsförderung um ein Wahrzeichen ärmer - Luigi Colani, der Schöpfer des Ufos in Brambauer, Sitz des Technologiezentrums LÜNTEC, ist jetzt im Alter von 91 Jahren nach schwerer Krankheit in Karlsruhe gestorben.

Im September 1991 fasste der Rat der Stadt Lünen den Beschluss zur Wiedernutzung der Schachtanlage Minister Achenbach IV als Technologiezentrum. Im Oktober 1991 gründete sich die LÜNTEC-Technologiezentrum Lünen GmbH. Die Gestaltung des ehemaligen Förderturms als rundliches Designobjekt konnte sich damals aber sicher niemand vorstellen.

1992 weilte Luigi Colani in Zuge einer Ausstellungseröffnung in Dortmund und wurde dort auch auf den Förderturm aufmerksam. Und er konnte sich den Förderturm als Designobjekt vorstellen und verpasste dem Turm die für den Designer so typische rundliche Form. 

Im Januar 1993 wurde der Vertrag über den Bau des Colani-Design-Centrums in einer Public-Private-Partnership zwischen der Stadt Lünen, der Baugesellschaft Kortmann aus Nordkrichen und der LÜNTEC GmbH geschlossen. Schon im März 1993 begannen die Umbauarbeiten am Technologiezentrum, der Erstbezug fand im März 1995 statt. Das von Professor Colani designte Ei, heute „UFO“ genannt, wurde im Mai 1995 auf den vormaligen Förderturm aufgesetzt. Im August 2001 konnte dann das neu errichtete Gründerzentrum gegenüber dem UFO fertiggestellt werden.

Heute ist das Colani-Ufo womöglich eines der beliebtesten Fotomotive in Lünen und tauchte in diversen Filmen, zuletzt als Schauplatz im Dortmunder Tatort, auf.

 

Geschichte Minister Achenbach

1918 war die Steinkohlenzeche “Minister Achenbach IV” abgeteuft worden. 1924 begann die Kohleförderung durch die Inbetriebnahme des Seilfahrt- und Förderschachtes. Die Kohleförderung am Schacht IV lief bis 1968. Danach fand untertage der Kohletransport zur Schachtanlage Achenbach I/II zur Förderung und Verarbeitung statt. Über sieben Jahrzehnte lang wurde von diesem Gelände aus, auf dem sich heute noch die alte Schachthalle und Teile des Förderturms befinden, Steinkohle gefördert.

Nach der Beendigung der Seilfahrt am Schacht IV, der Einstellung der betrieblichen Nutzung der Schachtanlage Minister Achenbach IV im Juli 1991 und dem Abbruch des größten Teil des Bergbauareals, gründeten bereits 1991 insgesamt elf Gesellschafter die LÜNTEC GmbH als Managementgesellschaft für das neu zu schaffende Technologiezentrum.

 

 

 

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