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29. Oktober 2020 Zurück

Zwei-Stufen-Plan für Gewerbegebiet Unna-Nord

Unna/Kamen. Mit einem Zwei-Stufen-Plan wollen einige Unternehmen im Gewerbegebiet Unna-Nord den unhaltbaren Zuständen am Rande des Pröbstingholz an der Stadtgrenze zu Unna den Kampf ansagen. Wie berichtet, gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Beschwerden der Naturfreunde Kamen, weil Lkw-Fahrer das Waldstück als Freilufttoilette nutzen. Zunächst sollen im kommenden Monat zwei mobile Toilettenanlagen sowie zusätzliche Müllbehälter aufgestellt werden.

Darauf einigten sich Vertreter der FIEGE Unna GmbH & Co. KG, der Niederlassung Unna der van Eupen Logistik GmbH & Co. KG, von Amazon Logistics, der VDM Metals GmbH sowie der DHL Solutions GmbH jetzt beim zweiten Logistikzirkel, zu dem Sabine Radig, zuständige Wirtschaftsförderin bei der WFG Kreis Unna, eingeladen hatte. An der Veranstaltung, die coronabedingt online stattfand, nahm auch Unnas designierter Bürgermeister Dirk Wigant in seiner Funktion als Beigeordneter für Sicherheit und Ordnung teil. Er zeigte sich erfreut, dass sich nun eine Lösung abzeichnet und die Unternehmen sich bereit erklärten, die Kosten für die aktuellen Maßnahmen zu übernehmen.

„Die beiden WCs und Müllbehälter, die im Anschluss an zwei noch zu terminierende Ortsbegehungen an der Formerstraße im Bereich des Wendehammers sowie an der Einmündung Schlosserstraße/Gießerstraße aufgestellt werden sollen, können nur eine kurzfristige Lösung sein“, so Wirtschaftsförderin Sabine Radig.
Langfristiges Ziel aller Beteiligten sei es, einen Parkplatz mit festen Sanitäranlagen im Gewerbegebiet zu etablieren, der den Fahrern auch die nötige Sicherheit vor Planenschlitzern biete, so Radig weiter.

Der nächste Logistikzirkel soll im Januar stattfinden. „Ich hoffe, dass dann weitere Unternehmen, die Verkehre in dem Gebiet verursachen, einen Verantwortlichen entsenden können und sich ebenfalls an den Kosten beteiligen“, so die Wirtschaftsförderin abschließend.

Zum Hintergrund: Die Ursachen für das Problem im Pröbstingholz sind in erster Linie europa- und deutschlandweit zu suchen. Osteuropäische Speditionen, die im großen Umfang europaweit und innerdeutsch Aufträge übernommen haben, halten für ihre Fahrer in den Zielländern weder Stell- noch Rastflächen mit sanitären Anlagen vor. Verschärft wird das Problem durch fehlende und entsprechend ausgestattete Rastanlagen. Viele Unternehmen haben ihre Lager zudem auf die Straße verlegt.



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