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24. Februar 2021 Zurück

Mobile Toilettenanlage Unna/Nord gescheitert

Die mobile Toilettenanlage im Gewerbegebiet Unna/Nord ist wieder abgebaut und als Lösung gescheitert. Die unhaltbaren Zustände am Rande des Pröbstingholz – das Waldstück grenzt an das Gewerbegebiet und wird von Lkw-Fahrern zum Teil als Freilufttoilette genutzt – sind auf lokaler Ebene nicht zu lösen. Mit einem Brief an die heimischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten und an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll nun auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Das ist das Ergebnis des vierten Logistikzirkels, zu dem Unnas Wirtschaftsförderin Sabine Radig jetzt digital eingeladen hatte.

Neben Vertretern der Unternehmen aus dem Gewerbegebiet und Königsborns Ortsvorsteher Burkhard Böhnisch nahmen mit Heribert Jurasic und Friedhelm Lipinski auch erstmals Vertreter der Naturfreunde Kamen an dem digitalen Treffen teil. Die Naturfreunde hatten in der Vergangenheit immer wieder auf die desolaten Zustände im Pröbstingholz hingewiesen und eine schnelle Lösung von den Unternehmen, die die Verkehre verursachen, gefordert. Deshalb wurde durch Vermittlung von Unnas Wirtschaftsförderin Sabine Radig Ende des vergangenen Jahres eine mobile Toilettenanlage aufgestellt, die ihren Zweck, da sind sich alle Beteiligten einig, aber verfehlte.

„Trotz zweitägiger Reinigungsintervalle war die mobile Sanitäranlage immer wieder so verdreckt, dass eine Benutzung unzumutbar war. Zudem wurde die Sanitärkabine umgeworfen“, erklärt Radig und ergänzt: „Unser gemeinsames Ziel ist es, einen Parkplatz mit festen Sanitäranlagen in der Nähe zu etablieren. Doch das angekündigte Förderprogramm des Bundesverkehrsministers für die Schaffung solcher Parkplätze lässt leider immer noch auf sich warten.“  Zwei Flächeneigentümer haben bereits ihr Interesse bekundet, ein 20.000 bzw. 10.000 Quadratmeter großes Areal für einen geförderten Parkplatz zur Verfügung zu stellen, so Radig.

Sie betonte nochmals, dass das Problem im Pröbstingholz in erster Linie europa- und deutschlandweit zu sehen ist. Osteuropäische Speditionen, die im großen Umfang europaweit und innerdeutsch Aufträge übernommen haben, halten in den Zielländern weder Stell- noch Rastflächen mit sanitären Anlagen vor. Verschärft wird das Problem durch fehlende und entsprechend ausgestattete Rastanlagen an den Autobahnen. Viele Unternehmen haben ihre Lager zudem auf die Straße verlegt. Hier seien die politischen Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel gefordert, so Radig abschließend.
Der nächste Logistikzirkel soll im Sommer stattfinden. Bis dahin erhoffen sich die Beteiligten eine Antwort von der Politik

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