Das 5-StandorteProgramm im Kreis Unna

Chance im Strukturwandel

Mit bis zu 662 Mio. Euro, stellt der Bund ein großes Förderpaket zur Verfügung, um den Strukturwandel mit zukunftsweisenden Projekten zu meistern und Wertschöpfungs- und Beschäftigungsverluste nachhaltig aufzufangen.

Spätestens 2038 wird Deutschland alle Steinkohlekraftwerke vom Netz nehmen. Im Kreis Unna sind mit zweien in Lünen, einem in Werne und einem in Bergkamen gleich vier Kraftwerksstandorte mit mehr als 1.000 Beschäftigten betroffen.

Die potenziellen Wertschöpfungs- und Beschäftigungsverluste müssen aufgefangen werden, um damit den mit dem Ende der Steinkohleverstromung einhergehenden Strukturwandel zu meistern.

Der Bund stellt über das 5-StandorteProgramm für den Kreis Unna und die Städte Hamm, Herne, Duisburg und Gelsenkirchen bis zu 662 Mio. Euro für Strukturstärkungsprojekte zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen innovative Projekte auf den Weg gebracht werden, um neue Perspektiven für die fünf Wirtschaftsstandorte zu schaffen.

Mit Förderung des Bundes und Kofinanzierung des Landes NRW ist in der WFG ein Programmbüro eingerichtet worden, welches das 5-StandorteProgramm im Kreis Unna implementiert.

Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der zehn Städte und Gemeinden wurde zudem einen Prozess etabliert, bei dem ein vorgeschlagenes Projekt verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen muss, bevor es abschließend den Mitgliedern im Kreistag vorgestellt wird.

Erhält es dort die politische Unterstützung, folgt ein komplexer Qualifizierungsprozess auf Landesebene, für den der Strukturstärkungsrat verantwortlich ist. Dieses Gremium beurteilt mit Hilfe des Projektträgers Jülich, der Bezirksregierung und den Fachressorts aus den zuständigen Ministerien die eingereichten Projekte.

Wenn die Expertinnen und Experten des Strukturstärkungsrates mit der Qualität des Projektes einverstanden sind und Förderwürdigkeit sowie Förderfähigkeit gegeben sind, kann ein entsprechender Förderantrag gestellt werden.
 

Wir sind der Prozesslotse für die Kommunen und alle anderen Akteure aus dem Kreis Unna, die ein Projekt einreichen möchten. Von der ersten Projektidee bis zum finalen Förderantrag: Unser Team unterstützt die Projektpartner bei der Qualifizierung ihrer Idee, unter anderem mit:

  • Hinweise zur Optimierung der Projekte,
  • Zusammenführen von Akteuren
  • Beratung zur förderkonformen Ausrichtung der Projekte
  • Schnittstelle zu verschiedenen institutionellen Einrichtungen wie der Business Metropole Ruhr, dem Wirtschaftsministerium, dem Projektträger Jülich oder der Bezirksregierung.


Das haben wir erreicht
Bisher ist es gelungen, eine Reihe von Projekten auf Kreisebene zu qualifizieren, sodass die politischen Entscheidungsträger im Kreistag diese für die Präsentation im Strukturstärkungsrat nominierten. Diese Projekte müssen sich nun im 5-Standorte-Prozess auf Landesebene gegenüber anderen Projekten aus den übrigen vier Städten behaupten. Welches der Projekte dann von einer Förderung profitieren wird, wird sich im Laufe des Jahres 2022 zeigen.

Der Prozess ist nicht abgeschlossen!
Auch neue Projektideen haben noch die Chance, im 5-StandorteProgramm zum Zuge zu kommen.  

Machbarkeitsstudien 
 

  • Machbarkeits- und Vorprojektstudie „Zukunftscampus Gesundheits- und Sozialwirtschaft“ (Kamen, Awo)
  • Machbarkeitsstudie „DigIn Lab – Zentrum für Digitalisierung im Asset Management und die industrielle Instandhaltung für die Prozessindustrie“ (Kamen, Technopark Kamen, Orgatech SEC GmbH)
  • Machbarkeitsstudie „SCNCWAVE s SURFWRLD“ (Werne, SW GmbH & Co. KG)



Projekte

  • DigitaLE – Aufbau und Erprobung eines digitalen Lerncenters ([Bergkamen], Werkstatt im Kreis Unna in Kooperation mit der TU Dortmund und der Hochschule Ruhr West Bottrop)
  • Digital Valley Ruhr Ost (Kreis Unna, WFG, FH Dortmund, FTK - Forschungsinstitut für Telekommunikation und Kooperation e. V.)
  • H2 Power Ruhr Ost (Lünen, WZL Lünen)
  • VaLUE e. V. (Lünen, WZL Lünen)
  • Bio-Economy-Campus Kreis Unna/Hamm (Bönen, Bio-Security GmbH, Hochschule Hamm-Lippstadt)
  • Werkstoffforum der Zukunft (Schwerte, Stadt Schwerte, TWS Schwerte, Kunststoffinstitut Lüdenscheid, REMONDIS, Wuppertal Institut, ZENIT)
  • SURFWRLD/SCNCEWAVE (Werne, SW GmbH & Co. KG)

Die Machbarkeitsstudien wurden auf Kreisebene vom Landrat bewilligt und vom Kreistag beschlossen. Für die Machbarkeitsstudie SCNCWAVE/SURFWROLD wurde bereits ein entsprechender Förderbescheid überreicht. Bei den übrigen oben genannten Projekten und Machbarkeitsstudien ist derzeit nicht klar, ob dieses gefördert und somit umgesetzt werden.

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