EDIH-DO 2.0: Zweite Förderphase gestartet
– 22.01.2026
Das Projektteam des EDIH-DO (European Digital Innovation Hub Dortmund), dem auch die WFG Kreis Unna angehört, ist zu Beginn des Jahres in die zweite Förderphase gestartet. Für die dreijährige Projektlaufzeit steht den Projektpartnern ein Fördervolumen von 4.583.024 Euro zur Verfügung.
Mit dem Start von EDIH-DO 2.0 wurde das Projekt sowohl inhaltlich als auch strukturell gezielt weiterentwickelt. Neben der bisherigen regionalen Abdeckung der Stadt Dortmund und des Kreises Unna wurde der Wirkungsraum auf das östliche Ruhrgebiet sowie die Stadt Hamm ausgeweitet. Zudem wurde das Konsortium wissenschaftlich gestärkt: Mit der Fachhochschule Dortmund ist ein weiterer Forschungspartner hinzugekommen.
Diese Weiterentwicklung trägt der deutlich gestiegenen Nachfrage nach KI- und Digitalisierungslösungen Rechnung. Spätestens seit der Veröffentlichung von ChatGPT Anfang 2022 ist klar, welche Rolle Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für Produktivität, Innovationsfähigkeit sowie für den Umgang mit dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel spielen kann, vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll, sicher und praxisnah eingesetzt.
Mit EDIH-DO 2.0 erhalten Unternehmen im östlichen Ruhrgebiet weiterhin einen niedrigschwelligen und kostenfreien Zugang zu zentralen Zukunftstechnologien. Über die TZ Net GmbH, die Digital Hub Management GmbH, die IMPULS GmbH und die WFG Kreis Unna stehen Angebote in den Bereichen Hochleistungsrechnen, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und digitale Kompetenzen zur Verfügung. Ziel ist es dabei nicht nur, wissenschaftliche Expertise zu bündeln, sondern Unternehmen aktiv zu unterstützen – durch zielgerichtete Trainingsangebote, individuelle Finanzierungshilfen sowie passgenaue Matchmaking-Formate mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Im Sinne von „Test before Invest“ werden Unternehmen befähigt, digitale Technologien praxisnah zu erproben, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken auch vor dem Hintergrund globaler und geopolitischer Herausforderungen.
Auf europäischer Ebene wird das Digital Europe Programme durch zentrale Leuchtturmprojekte flankiert. Dazu zählen unter anderem die Förderung von JUPITER, Europas erstem Exascale-Supercomputer, der Aufbau sogenannter AI Factories zur Entwicklung und Feinjustierung von KI-Modellen sowie perspektivisch AI Gigafactories, die noch leistungsfähigere KI-Systeme ermöglichen sollen. Diese Initiativen leisten einen wesentlichen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas, zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit sowie zur demokratischen Resilienz.
EDIH-DO 2.0 versteht sich als regionale Schnittstelle zwischen europäischer Digitalstrategie und unternehmerischer Praxis. Gemeinsam mit den Partnern und Akteuren vor Ort trägt das Förderprojekt dazu bei, dass digitale Schlüsseltechnologien dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten: in den Unternehmen, in der Verwaltung und in der Region.