Außergewöhnliche archäologische Funde

Ute Heinze, WFG Kreis Unna – 28.02.2023

Mit einem Spezialbagger, Kellen, Schaufeln und Pinseln sind Archäologen seit Oktober im künftigen Gewerbegebiet Schürenfeld in Fröndenbereg auf der Suche nach Bodendenkmälern. Und ihr Ergebnis ist beeindruckend: Mehr als 800 archäologische Befunde kamen bei den Grabungen bisher zutage.

Die Besiedlungsspuren, die die Archäologen bisher ausfindig gemacht haben, verteilen sich clusterartig auf der Fläche des Schürenfeldes und stammen aus den Jahrhunderten vor Christi Geburt. Außerdem wurden zwei Brandschüttungsgräber und ein besonders gut erhaltenes Grab auf der bereits geöffneten Fläche freigelegt und anschließend von Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen und seiner Kollegin Dr. Eva Cichy untersucht und für die Nachwelt dokumentiert.
Ein Fund gibt den LWL-Wissenschaftlern und der archäologischen Fachfirma ARCHAEOnet, die mit den Grabungen beauftragt ist, Rätsel auf: In einer ofenartigen Struktur wurden zwei Glasarmringfragmente und ein eisernes Messer gefunden.

Zum Hintergrund: Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) plant derzeit im Auftrag der Stadt Fröndenberg/Ruhr die Erschließung des zwölf Hektar großen Gewerbegebietes Schürenfeld. Die WFG ist verpflichtet vor Beginn der eigentlichen Erschließung des Gebietes die Bodendenkmäler zu dokumentieren und zu sichern. Daher beauftragte die WFG das Fachunternehmen AR-CHAEO|net auf der Basis eines EU-weiten Vergabeverfahrens mit den Grabungen. Die archäologische Sondage wird vermutlich noch bis Ende Mai andauern.
Fachlich begleitet wird das beauftragte Unternehmen dabei von den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe um Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe, LWL-Archäologie für Westfalen.

So geht es nach den Grabungen weiter: Der Bebauungsplan für das 12 Hektar große Gewerbegebiet Schürenfeld ist bereits aufgestellt. Parallel zu den Grabungen wurden eine Baugrund- und eine Verkehrsuntersuchung erstellt. Die Ergebnisse bilden die Grundlagen für weitere Planungen zur verkehrlichen Anbindung und zur Entwässerung des Schürenfeldes. Ein Energie- und ein Wärmekonzept für das künftige Gewerbegebiet soll noch erstellt werden. Voraussichtlich im Herbst 2024 sollen dann das nächste Mal die Bagger auf dem Areal rollen: Dann wird, wenn alles nach Plan läuft, mit dem Bau der Erschließungsstraße begonnen.

Der Vermarktungsstart für das Schürenfeld ist im Sommer 2024 geplant, so dass die ersten Firmen 2025 mit ihrem Bauvorhaben beginnen können.

 

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